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Maschseefest zur Halbzeit auf Rekordkurs

Rückblick aufs Maschseefest 2014 Maschseefest zur Halbzeit auf Rekordkurs

Beim Maschseefest bahnt sich ein neuer Publikumsrekord an. Zur Halbzeit haben bereits 1,1 Millionen Menschen das größte Volksfest Niedersachsens besucht. Hinter vorgehaltener Hand gibt es aber auch Kritik am neuen Konzept.

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Juliane Böker und Pascal Rieke kommen beide aus Bad Oeynhausen und haben extra früher Feierabend gemacht, um zum Maschseefest zu kommen.

Quelle: von Ditfurth

Hannover. 1,1 Millionen Menschen haben das Maschseefest bisher besucht. Diese Zahl legten die Veranstalter am Freitag vor. Damit könnte die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2010 eingestellt werden. Damals zählten die Veranstalter zwar insgesamt 2,35 Millionen Besucher – von den insgesamt drei Seefestwochenenden stehen aber jetzt noch zwei bevor, um den Rekord von 2010 zu knacken.

Organisator Hans Nolte mag noch nicht von einem Publikumsrekord sprechen. „Wir können nicht absehen, wie sich das Wetter und die Besucherströme in der Urlaubszeit entwickeln werden“, sagt er. Bislang habe alles gepasst, weshalb er vom Andrang positiv überrascht sei. Den mehrfach geäußerten Vorwurf, dass die Seesause in diesem Jahr überlaufen sei, weist er zurück. „Das Fest ist nicht zu voll, nur am Wochenende herrscht eine gewisse Enge.“ Von den Gastronomen habe er nur positive Rückmeldungen erhalten. Nolte: „Bisher sind alle zufrieden.“

HAZ-Partyfotograf Till Holland ist mittwochs, freitags und samstags auf dem Maschseefest unterwegs.

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Tatsächlich gibt es von Standbetreibern bislang keine öffentliche Kritik – was allerdings auch mit einer Vertragsklausel zusammenhängen dürfte, die der HAZ vorliegt. Sie verbietet es den Gastronomen, das Maschseefest und den Veranstalter öffentlich zu kritisieren. Und so ist nur hinter vorgehaltener Hand zu hören, dass sich einige Wirte über die neue Ausrichtung des Fests ärgern. „Das bürgerliche Publikum findet sich dort kaum noch wieder“, beklagt ein Gastronom gegenüber der HAZ. Ihm seien die Neuerungen zu „schickimicki“. Kritik gibt es auch am Wegfall der doppelstöckigen Stände am Nordufer. Dadurch gebe es dort deutlich weniger Sitzplätze.

Doch die positiven Stimmen überwiegen. „Das Wetter stimmt, bei uns läuft alles gut“, bestätigt Hannover-Concerts-Geschäftsführer Michael Lohmann, der für das musikalische Programm der Löwenbastion verantwortlich ist. Trotz des neuen Konzepts habe sich für den Traditionsstandort am Ostufer wenig geändert. Aresto-Chef Feyzi Ekinci verzeichnet am Nordufer sogar einen Besucherzuwachs. „Wir haben bis zu 15 Prozent mehr Umsatz“, sagt der Inhaber. Das gepflegte Publikum sei in diesem Jahr stärker vertreten. „Durch das neue Konzept ist das Nordufer attraktiver geworden.“

Auch Trend-ID-Chef Marlon Melzer, der den TUI-Pavillon und erstmals das Smeraldo am Nordufer leitet, ist zufrieden. „Wir waren durchgehend gut besucht“, sagt er. Alle neuen Betreiber hätten aber zunächst an den hohen Kosten für ihre Stände zu knabbern. „Das kann sich nur innerhalb der drei Jahren amortisieren, für die die Zuschläge für das Fest vergeben wurden.“

Schräge Wettfahrt auf dem Maschsee: Beim Crazy Crossing am Sonntag auf dem Maschseefest müssen die Teilnehmer ihre selbst gebauten Boote mit allen Mitteln über Wasser halten.

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Schräge 
Wettfahrt auf 
dem Maschsee

Fässer werden überschätzt. Wer am Sonntag beim Crazy Crossing auf dem Maschseefest nicht untergehen will, muss sein selbst gebautes Boot mit anderen Mitteln über Wasser halten. „Den besten Auftrieb gibt es durch Baufassaden-Styropor – das geht nicht unter“, sagt Oguz Sanchez. Der Mann kennt sich aus. Bei dem verrückten Wettrennen von Antenne Niedersachsen war er bei allen 16 Wettfahrten als Floßbauer für den Radiosender am Start. Diesmal war sein Motto „Dschungel im Herzen Niedersachsens“. Auch Kfz-Meister Andreas Glawatz ist Crazy-Crossing-Veteran. Für seine sechste Teilnahme hat er mit seinen Freunden den WM-Finalball nachgebaut. „Das Boot ist ein bisschen größer als erlaubt, aber man kann ja nicht so einen Miniball draufsetzen“, sagt der Bemeroder. Die Studenten Dominik Arndt, Anna Jörns und Vadim Sohin sind zum ersten Mal dabei. Sie gehen unter der Flagge der Fachhochschule des Mittelstands ins Rennen, müssen aber noch kräftig werkeln, damit ihr Boot fertig wird. Insgesamt zwölf Teams treten am Sontag ab 15 Uhr am Nordufer gegeneinander an.

Von Christian Link

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