Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Maschseefest: Nordufer kann zur Sperrzone werden

Neue Sicherheitsvorkehrungen Maschseefest: Nordufer kann zur Sperrzone werden

Die Sicherheitsvorkehrungen beim am Mittwoch nächster Woche startenden Maschseefest werden verstärkt. Betroffen ist davon vor allem der besonders beliebte Bereich am Nordufer. Erstmals ist es möglich, das Nordufer komplett abzusperren, falls dort das Gedränge schon zu groß ist.

Voriger Artikel
Alles klar für den Urlaub am See
Nächster Artikel
Jugendamt patrouilliert beim Maschseefest

Gedränge auf dem Maschseefest 2014: ein neues Konzept soll extreme Enge in diesem Jahr verhindern.

Quelle: Surrey

Hannover. Außerdem sind links und rechts der Bühne zwei zusätzliche Fluchtwege vorgesehen. Hintergrund dieser Maßnahmen sind offenbar Erfahrungen vom Maschseefest im vorigen Jahr: Beim Auftritt des Sängers Mickie Krause auf der Bühne am Nordufer war es im vergangenen Jahr zu massivem Gedränge gekommen. Aus Sicht des Veranstalters war die Kapazitätsgrenze trotz der großen Enge noch nicht erreicht.

Das Maschseefest gilt als das größte Volksfest Niedersachsens. Im vergangenen Jahr waren während der zweieinhalb Wochen rund zwei Millionen Menschen auf die Partymeile geströmt.
Maschseefestorganisator Hans Christian Nolte, Chef der Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG), sagte auf Anfrage, gebe auch die Möglichkeit, den Bereich aus Sicherheitsgründen komplett innerhalb von kurzer Zeit zu räumen. Das könnte zum Beispiel bei einem drohenden starken Unwetter der Fall sein, meinte Nolte.

Außerdem gibt es jetzt eine Notfallbeleuchtungs- und Beschallungsanlage am Nordufer, die auch bei einem Stromausfall funktionieren soll. Nolte berichtete, dass solche Anlagen auch für die anderen Bereiche der Partymeile am See vorgesehen sind.

Neues Konzept soll Gewalt auf dem Fest vorbeugen

Die HMTG verstärkt auch in einem anderen Bereich die Sicherheitsvorkehrungen. Weil im vergangenen Jahr junge Erwachsenen aufgefallen sind, die im Zusammenspiel mit Alkohol über die Stränge geschlagen sind, will Nolte in diesem Jahr gegensteuern: Unter anderem Mitarbeiter der Stadt sollen auf solche jungen Leute zugehen und auf sie mäßigend einwirken. Vor einem Jahr hatte die Festbilanz eine dramatische Zunahme gewalttätige Auseinandersetzungen – von 46 auf 83 – verzeichnet. 21 Menschen waren in Gewahrsam genommen (2013: 5) und 269 (2013: 115) Platzverweise erteilt worden.

Gesamtsicherheitskonzept fehlt noch

Ein Gesamtsicherheitskonzept für die riesige Veranstaltung, soll es erst im kommenden Jahr geben, berichtete Nolte. Es gebe keine gesetzliche Verpflichtung für solch ein Konzept. Es gebe Sicherheitskonzepte für die einzelnen Bereiche wie zum Beispiel das Nordufer oder die Löwenbastion, die im kommenden Jahr zu einem Gesamtsicherheitskonzept zusammen geführt werden. Das sei aber schon allein wegen der Länge der Festmeile von insgesamt drei Kilometern ein schwieriger Prozess.

Stadtsprecher Udo Möller sagte, dass es sich bei der Erarbeitung von Sicherheitskonzepten immer um einen fortlaufenden Prozess handele. Das Gesamtsicherheitskonzept im kommenden Jahr werde auf der Grundlage von Standards für die Sicherheit erarbeitet, auf die sich in diesem Frühjahr die Stadt, die Polizei und die Feuerwehr geeignet haben. Die darin vereinbarten Regeln sollen zum Beispiel bei Unwettern, Stromausfall oder kurzfristigen Absagen einen geregelten Ablauf ohne Aufregung oder gar Panik gewährleisten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Maschseefest Hannover
Rückblick auf mehr als 25 Jahre Maschseefest

Während des Maschseefestes zieht unser HAZ-Fotograf durch die Partyzelte. Hier sehen Sie die besten Bilder. mehr

Entenrennen auf dem Maschsee

Auf die Plätze, fertig, los! Die Bilder vom Entenrennen auf dem Maschsee.