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New Model Army rockt das Maschseefest

Der exklusive Club New Model Army rockt das Maschseefest

Es scheppert wie früher. Düster, druckvoll und rau klingen New Model Army von der ersten Sekunde an. Unrasierte Musik. Bei "Stormclouds" von ihrem Album "Between Dog and Wolf" recken Hunderte von Fans an der Löwenbastion schon die Hände in die Höhe. Viele hier gehören zur eingeschworenen Fangemeinde, viele sind von weither zu diesem Konzert angereist.

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Wenn eine Truppe so sehr für eine Dekade steht wie New Model Army für die Achtziger, muss sie deren Zeitgeist ziemlich genau verkörpern.

Quelle: Dillenberg

Hannover. Es ist auch eine Art Bekenntnisgemeinschaft, die sich hier versammelt hat: "Ich habe schon 50 Konzerte von ihnen gehört, aber ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn sie zu spielen beginnen", sagt Ansgar Behne. Der 41-Jährige ist extra aus Cloppenburg gekommen, um New Model Army zu hören.

Die britische Indie-Band New Model Army spielte an der Löwenbastion auf dem Maschseefest.

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Viele hier gehören zur eingeschworenen Fangemeinde, viele sind von weither zu diesem Konzert angereist. Mittvierziger sind nicht unterrepräsentiert: "Mit uns ist es wie mit einem exklusiven Klub", sagt der Engländer Chris Miller, der mit einer Becks-Flasche in der Hand von seiner Lieblingsband schwärmt: "Wer nicht drin ist, kann nicht verstehen, worin der Reiz liegt."

"51st State" oder "Vagabonds"

Wenn eine Truppe so sehr für eine Dekade steht wie New Model Army für die Achtziger, muss sie deren Zeitgeist ziemlich genau verkörpern: Alle, die damals "Duran Duran" oder "Wham!" verachteten, konnten sich in den kritischen Texten von New Model Army wiederfinden, im politischen Rebellentum der Band und in ihrem rauen Sound. Ihr hingerotztes "51st State" oder "Vagabonds" - das alles changierte zwischen ruppigem Folk und melancholischem Punk. New Model Army war irgendwo auf halbem Weg zwischen den Sex Pistols und Reinhard Mey.

Damals waren sie eher etwas für den Kellerklub, jetzt sind sie beim Volksfest angekommen. Das zeigt einerseits, wie die Indie-Musik von damals sich schleichend etabliert hat. Es zeigt aber auch, wie eigenwillig die Band noch immer ist, die im vergangenen September ihr 13. Album "Between Wine and Blood" veröffentlicht hat. Am Maschsee spielen sie vor allem jüngere Songs, und zwischendurch findet Justin Sullivan, der letzte Verbliebene aus der Gründungsformation, lobende Worte für Hannovers Sonnenuntergang.

"Sie haben sich immer weiterentwickelt", sagt Bernd Winkeler, der seit Jahren zur Fangemeinde gehört. Der Einsatz der Band gegen Rassismus und Ausbeutung - das sei ihm wichtig, sagt der 38-Jährige, der die Band erst am Vorabend in Osnabrück gehört hat. Und am Tag davor war New Model Army beim Wacken-Festival. Lieder mit Botschaft werden eben überall gebraucht.

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