Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Maschseefest Hannover Polizei verzeichnet viele Einsätze nach der Sperrstunde
Hannover Themen Maschseefest Hannover Polizei verzeichnet viele Einsätze nach der Sperrstunde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 17.08.2017
Großes Augenmerk auf der Sicherheit: Polizisten auf dem Maschseefest. Quelle: Stratenschulte
Hannover

Unter der Woche schließt das Maschseefest um 1 Uhr, an den Wochenenden um 2 Uhr – bis dahin gibt es auch wenig Ärger. Nach der Sperrstunde am See jedoch verlagern sich die Einsätze nach Behördenangaben in Richtung der Bars am Nordufer, die offiziell nichts mit dem Maschseefest zu tun haben.

Bis zum Wochenende registrierte die Polizei auf dem Maschseefest insgesamt 68 Straftaten. Darunter sind acht einfache und sechs gefährliche Körperverletzungen sowie zehn Diebstähle. Hinzu kommen bislang rund 100 Ordnungswidrigkeiten, vorrangig Verkehrsangelegenheiten. „Das Fest verläuft aber grundsätzlich friedlich und insgesamt ruhig“, sagt Polizeisprecher Sören Zimbal. Am Sonnabend nahm die Polizei einen 42-jährigen Mann wegen sexueller Belästigung fest. Er soll vor der Bühne am Nordufer einer 15-Jährigen, die sich dort mit ihren Eltern und Freunden aufhielt, ans Gesäß gefasst haben.

Orte zum Weiterfeiern

Die Mehrheit der Vorfälle ereignet sich dieses Jahr offenbar im Nordteil des Festes. So gab es am ersten Sonnabend am Nordufer eine Schlägerei, „die von der Polizei aber schnell unterbunden wurde“, sagt Maschseefest-Veranstalter Hans Nolte. Nach der Sperrstunde verzeichnet die Polizei nach eigenen Angaben „vermehrt Auseinandersetzungen im Bereich des Groove Garden und der Nordkurve“, sagt Sprecher Zimbal.

Der Grund für das gesteigerte Aufkommen: Beide Lokalitäten sind kein Bestandteil des Maschseefestes und somit nicht an die Sperrstunde gebunden. Ist am See Schluss, suchen Partygänger einen Ort zum Weiterfeiern. „Dann gibt es einen verstärkten Zulauf“, sagt Zimbal. Viele seien zudem angetrunken. Die Polizei hat auf diese Neuentwicklung reagiert und verstärkt nachts in den Bereichen das Personal.

Auch Maschseefest-Veranstalter Nolte weiß um die Problematik entlang des Arthur-Menge-Ufers. „Nach dem Ausschankstopp ist klar, dass das Fest gelaufen ist“, sagt er. „Dieses Jahr ist es erstmalig so.“ Im Vorfeld sei ein großes Augenmerk auf das Thema Sicherheit gelegt worden. Als Resultat kamen die Straßensperrungen an besonders vollen Tagen heraus. Auch der Ausschankstopp gehöre dazu, „damit die Polizei nicht bis früh morgens im Einsatz sein muss“, sagt Nolte. Jetzt, im Festverlauf, würden sich die Auswirkungen zeigen.

Groove-Garden-Mitbetreiber Kasi Hashemi teilt die Einschätzung von Polizei und Maschseefest-Veranstalter nicht. „Wir verzeichnen keine Schwierigkeiten“, sagt er. Im Gegenteil: „Dieses Jahr ist bei uns kaum etwas.“ Laut Hashemi ist es bisher zwar gelegentlich zu Streits und Ohrfeigen gekommen, aber sonst sei „alles extrem rückläufig“. Dazu trage auch das durchwachsene Wetter bei. Zudem seien im und um den Groove Garden 40 Kameras installiert und es gebe ausreichend Sicherheitspersonal. Hashemi sagt: „Wir machen unsere Hausaufgaben.“

Ziel: Ein Fest ohne Gewalt

Nach Ende des Maschseefestes werden sich laut Veranstalter Nolte alle Beteiligten zusammensetzen – darunter auch Polizei und Groove-Garden-Betreiber. „Dann ziehen wir unsere Schlüsse für das nächste Jahr“, sagt er. „Das Ziel ist ein möglichst ruhiges und gewaltfreies Fest.“

Von Peer Hellerling

Direkt am Nordufer zwischen Sylt-Beachclub und See-Salon trafen sich Jazzliebhaber zum traditionsreichen HAZ-Frühschoppen und schwelgten ein wenig in Erinnerungen - vor 25 Jahren trat das Christian von der Osten-Trio das erste Mal beim HAZ-Frühschoppen auf.

13.08.2017

Es regnete, und weniger Besucher feierten auf dem Maschseefest, als das an einem Sonnabendabend üblich ist. Die Stimmung war trotzdem gut.

16.08.2017

Es regnete und regnete - zwar waren weniger Besucher auf dem Maschseefest als üblich an einem Freitagabend, dennoch war die Stimmung ungetrübt.

16.08.2017