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Maschseefest Hannover So verschmutzt ist der Maschsee
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00:15 04.08.2016
Das Aufräumteam am Maschsee hat bisher weniger zu tun als beim letzten Maschseefest. Quelle: Körner
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Hannover

Die Kehrseite des Maschseefests zeigt sich Olaf Jeske und Andreas Lindemann jeden Morgen. Die beiden Mitarbeiter der Maschseeaufsicht beseitigen täglich ab 10 Uhr den Müll, den die Festbesucher in den Stunden zuvor ins Wasser geworfen haben. „Meines Erachtens ist die Belastung für die Tiere im Wasser schlimm“, sagt Lindemann. Täglich zieht der 49-jährige mit seinem Kollegen bis zu sechs Kübel Müll aus dem See – an Tagen abseits des Maschseefests sind es nur ein oder zwei. Besonders am Nordufer vom Fackelträger bis zum Courtyard Hotel und am Ostufer werden die Männer fündig: Dort sammelt sich morgens der Abfall, der vom Wind ans Ufer getrieben wird. Der meiste Müll werde am Freitag und Sonnabend ins Wasser geschmissen.

In diesem Jahr sei die Verschmutzung glücklicherweise leicht zurückgegangen, berichtet Lindemann. „Das liegt auch daran, dass das Konzept mit den Mülltonnen anfängt zu greifen.“ Im Abstand von drei Metern stehen am hochfrequentierten Nordufer Mülltonnen, in denen der Abfall der Festbesucher landen soll. Aber auch der verhaltene Auftakt habe sich positiv auf die Müllmenge im See ausgewirkt, sagt Lindeman – denn weniger Besucher machten weniger Müll. „Die Leute benehmen sich in diesem Jahr noch“, sagt er.

Die Kehrseite des Maschseefests zeigt sich Olaf Jeske und Andreas Lindemann jeden Morgen. Die beiden Mitarbeiter der Maschseeaufsicht beseitigen täglich ab 10 Uhr den Müll, den die Festbesucher in den Stunden zuvor ins Wasser geworfen haben.

Neben Pappen, Gläsern oder Flaschen landen auch ungewöhnliche Gegenstände im Maschsee. Ein Fahrrad hätten Besuchern bereits selbst wieder aus dem Wasser gezogen, erzählt der 49-Jährige. Im vergangenen Jahr habe eine Frau ihren Ehering verloren, den die Maschseeaufsicht jedoch wiederfinden konnte. Einen Fall dieser Art habe es in diesem Jahr aber noch nicht gegeben, sagt Lindemann. „Es wird aber auch nicht alles an uns herangetragen.“

Auf ihrer rund 90-minütigen Rundfahrt mit ihrem Aluboot „Kalinka“ überprüfen Lindemann und Jeske auch, ob es Beschädigungen an einem der Stege gibt. Sie müssen auch bei einem Gewitter auf den See fahren, um die Tretbootfahrer wieder sicher zurück ans Land zu geleiten. Nebenbei sammeln sie noch den Müll auf, der auf der Oberfäche schwimmt. „Man kann aber davon ausgehen, dass bereits viel auf dem Grund liegt“, sagt der 49-Jährige. Sein Rat an die Festbesucher lautet daher: „Habt einfach Spaß und macht nicht so viel Dreck.“ 

von Nils Oehlschläger

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