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Leineaue bei Seelze. Hier im Überschwemmungsgebiet soll nach dem Willen einer Planungsgruppe um Architekt Peter Grobe eine Seenplatte mit dem Namen „Leinebogen“ entstehen.

Ein fast vergessenes Thema hat beim CDU-Regionsparteitag einigen Wirbel verursacht. Die Christdemokraten stritten um eine gemeinsame Position zum „Leinebogen“ in Hannover, der von Architekt Peter Grobe geplanten Seenplatte zwischen Herrenhausen und Seelze.

Ob Natur- oder Hochwasserschutz: In der Regionsversammlung sind die verschiedensten Bedenken gegen den Leinesee laut geworden. Eine Entscheidung über das Großprojekt behält sich das Gremium jedoch bis zum Vorliegen der Machbarkeitsstudie der Initiatoren des Leinebogens vor.

„Im Moment haben wir hier andere Sorgen“: Seelzes Stadtoberhaupt Detlef Schallhorn will erstmal alle Argumente hören, bevor er sich auf eine Position festlegt.

Würde der „Leinebogen“ Realität, wäre Seelze künftig eine Insel im Nordsee. Der Bürgermeister sieht die Debatte trotzdem gelassen – aus guten Gründen.

Im Norden von Hannover soll ein riesiger Freizeitsee entstehen.

„Arrogant, größenwahnsinnig und gegen die Menschen gerichtet“: Mit diesen Worten lehnt der umweltpolitische Sprecher der Regionsfraktion der Grünen das Seeprojekt Leinebogen im Norden Hannovers vehement ab. Eine künstliche angelegte Seenlandschaft sei etwas für Dubai, nicht für Hannover.

„Kosten lassen sich nicht abschätzen“
Die Idee vom Leinebogen ist attraktiv – durchführbar allerdings wird sie kaum sein.

Seit gut vier Wochen sind die Planungen zum Projekt „Leinebogen“ öffentlich – diskutiert aber wird auch in den Verwaltungen von Städten und Region schon sehr viel länger über die geplanten Großseen in Hannovers Norden.

„Landschaft wäre verloren“
Die CDU ist gegen den geplanten Leinebogen in Hannover.

Als erste Partei in Stadt und Region hat sich nun die CDU zu einer gemeinsamen Haltung im Bezug auf das in Hannover geplante Großseeprojekt Leinebogen durchgerungen – und lehnt es ab.

Landwirt Christian Schomburg blickt mit Skepsis auf das Jahrhundertprojekt Leinebogen.

Bauernhof mit Privatstrand: Als Landwirt und Ortsbürgermeister betrachtet Christian Schomburg die geplante Wasserlandschaft mit Skepsis – auch wenn sein Hof durch das Projekt Leinebogen einen Privatstrand bekommen und der Leinebogen ihn sogar reich machen würde.

„Wir investieren hier viel Arbeit in den Umweltschutz“: Robin Witte vom Volksbad Limmer spaziert nahe des Stockhartwegs auf dem Gebiet des geplanten Freizeitsees.

In drei Teilen schaut sich die HAZ das Gebiet des See-Projekts „Leine-Bogen“ an. Wir beginnnen mit einem Rundgang im „Süd-See“, wo heute Kühe weiden.

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