Sowohl die Regions- als auch die Ratsfraktion der Christdemokraten spricht sich gegen die Pläne des Architekten Peter Grobe aus. Die Entscheidung sei nach „lebhafter Diskussion“ gefallen, bestätigen die Fraktionschefs Eberhard Wicke und Jens Seidel. Auch aus den anderen politischen Lagern waren zuletzt eher skeptische Stimmen laut geworden. Deutlich pro Leinebogen hat sich bisher nur die FDP ausgesprochen.
Letztlich wiegt für die CDU der Verlust der bestehenden Auenlandschaft schwerer als die Aussicht auf ein mögliches Wasserparadies. „Der Wert des Gebietes wäre unwiderruflich verloren“, sagt Wicke. Das Ausbaggern eines Sees brächte dagegen unvorhersehbare Kosten mit sich. Seine Fraktion will stattdessen ein Konzept für das Aufwerten des Bereiches als Naherholungsgebiet verlangen.
Das geplante Projekt "Leine-Bogen" in Hannover auf einer größeren Karte anzeigen.
Auch Ratsfraktionschef Jens Seidel ist „sehr zurückhaltend“. „Eine Machbarkeitsstudie dazu würden wir uns sicher angucken, allerdings darf sie nicht mit öffentlichem Geld finanziert werden“, sagt er. Allerdings sieht Seidel keine Notwendigkeit für exklusive Wohnflächen am Wasser, die gebe es in Hannover längst genug. Stattdessen befürchtet er ein steigendes Hochwasserrisiko. Auch er macht sich daher für die „bessere Entwicklung des Naturraums“ im Norden Hannovers stark.
HAZ.de Anmeldung