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2013: „Das ist der Hammer!“
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Fahrgeschäftetest auf dem Schützenfest 2013: „Das ist der Hammer!“

Auf dem Schützenfest geht es bis zum 7. Juli rund. Die HAZ-Redakteure Sonja Fröhlich und Volker Wiedersheim haben mit Marius (9) und Corbyn (8) die Karussells getestet – nach drei Stunden auf und ab waren sie schlapp, aber begeistert.

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Vom Verzehr einer Bratwurst oder alkoholischer Getränke sollte vor dem Einsteigen ins Eclipse unbedingt abgesehen werden.

Quelle: Kleinschmidt

Hannover. Corbyn und Marius haben sich zu Hause schon im Internet die Fahrgeschäfte ausgesucht, die sie ausprobieren wollen. Ganz oben auf ihrer Liste steht die Wildwasserbahn . Und die auf dem Schützenfest hat es in sich: 384 Meter lang, 21 Meter hoch, gefüllt mit 600 000 Litern Wasser – mit Tempo 60 geht es darauf bergab.Nach jedem der steilen Gefälle, denen auch noch enge Kurven folgen, spritzt ordentlich Wasser ins Baumstammboot. Schon nach kurzer Zeit sind die Tester klitschnass. Und johlen. „Das war der absolute Hammer!“, ruft Corbyn atemlos. Marius guckt an sich herab und grinst: „Das einzige Wort, das mir dazu einfällt, ist: nass.“ Egal, noch mal!   

Wertung: ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ (von 5 möglichen)
4 Euro (kein Kinderrabatt)

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Schon von Weitem wirkt der Rocket Tower respekteinflößend. Der Riesenkettenflieger ist das höchste Fahrgeschäft des Platzes. Wer auf einer der Raketen sitzt, wird gleich doppelt angeschnallt – und das ist gut so. Es geht auf 55 Meter Höhe; toller Blick über Rathaus, Marktkirche, das Lindener Heizkraftwerk. Es könnte alles so schön sein – wenn da nicht die Überschläge wären. Die Raketen lassen ihre Passagier im wahren Wortsinne hängen. Kopf unten bei Tempo 60. Kleiner Tipp für Langhaarige: Zopf machen.

Wertung: ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ 
5 Euro, 3 für Kinder ab 1,40 Meter

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Sie sind blutverschmiert, tragen schaurige Masken, große Messer und am Ende auch eine Kettensäge, die viel Krach macht und stinkt. Die Darsteller im Gruselkabinett Panik Room sind lebendig. Die Erschrecker lauern in dunklen Ecken, hinter Vorhängen und Gittern – und springen dann mit einem Satz hervor. Manch ein Monster folgt den Besuchern gar unbemerkt, um dann noch mal zuzuschlagen. Wer schreckhaft ist, kommt aus dem Schreien kaum noch raus. Aber doch unversehrt ans Tageslicht. Für Kinder ist das dennoch nichts.

Wertung: ✰ ✰ ✰   
5 Euro, Kinder 3 Euro ab 10 Jahre

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Vom Verzehr einer Bratwurst oder alkoholischer Getränke sollte vor dem Einsteigen ins Eclipse unbedingt abgesehen werden. Die elliptische Fahrt mit drehenden Gondeln auf einem großen, wiederum sich drehenden Teller, schüttelt, rüttelt, schleudert, stößt die Insassen bis zur Magenverstimmung. Für Geübte gilt: „Ich kann auch ohne Hände.“ Die gefühlt lange Fahrt ist was für Karussellfans, die keine Höhe und Überschläge mögen. Auch der neunjährige Marius wollte mit („Ich bin nicht so der Typ für Achterbahnen“) – war aber zu klein.

 

Wertung: ✰ ✰ ✰ ✰  
3,50 Euro, Kinder ab 1,40 Meter (kein Rabatt)

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Sie ist der Kracher unter den Karussells auf dem Schützenplatz. Konga , die gritzegrüne Riesenschaukel, hat mit einem fliegenden Teppich nicht mehr viel gemein. Die Schaukel erreicht eine Geschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde und presst jeden fast wie Piloten eines Air-Force-Jets in den Sitz. Der Testpilot war nach dem Flug erst einmal ganz still – und im Gesicht spiegelte sich das Grünliche der Stahlschaukel. Dass da Dschungelmusik („Probier’s mal mit Gemütlichkeit“) gespielt wird, merken die in der Gondel kaum. Konga oder Rocket Tower – welche die extremste Schleuder dieses Schützenfestes ist, ist auf dem Schützenplatz umstritten.

Wertung: ✰ ✰ ✰ ✰ ✰  / 5 Euro (kein Rabatt)

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Ob man nun unbedingt lebende Tiere auf einer Kirmes ausstellen sollte? Für Corbyn und Marius könnten die Echsen und Schlangen jedenfalls auch aus Plastik sein. Für sie ist der Amazonas wegen der Aufgaben ein Abenteuer: Auf dem Weg durch das dreigeschossige Dschungelhaus gilt es, Tümpel zu überqueren und sich von Sumpf, glitschigen Klippen und Nebelwald nicht schrecken zu lassen. Aber: Ein bisschen nass macht Spaß.    

Wertung: ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ / 3 Euro

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„Ich will Trampolin“, hatte Marius erklärt und damit eine lange Suche nach dem Sky Jumper eingeleitet. Doch irgendwo tauchte er dann auf. Marius blickt über die noch jüngeren Hüpfer an den Seilen hinweg, lässt sich von einer Trainerin den Sicherheitsgurt anschnallen und an die Gummiseile haken. Sprünge bis acht Meter sind möglich. Auch ein Rückwärtssalto, aber der will Marius diesmal nicht gelingen. „Macht nichts, das war trotzdem gut.“

Wertung: ✰ ✰ ✰ ✰  / 5 Euro für 5 Minuten

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Er hat noch keinen Chip in der Hand, da läuft Marius schon schnurstracks auf ein Auto zu. Das ist schwarz mit Flammendeko. Feuer im Antrieb haben die Mini-Scooter dann nicht wirklich. Dennoch lässt es sich auch im Schneckentempo prima rempeln. Marius und Corbyn würden jedenfalls gern Gas geben, bis der Strom ausgeht – hier allerdings ohne weibliche Beifahrerin. Noch.

Wertung: ✰ ✰ ✰ ✰  / 2 Euro

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Das ist grell! Der Hippie Trip ist so was wie eine überdimensionale Diskokugel mit 3-D-Effekten. Die passende Brille gibt’s am Eingang von einem Mann im bonbonfarbenen Anzug. Ein Meer aus Leuchtpunkten lässt einen surrealen Kosmos entstehen – aber ob das jetzt wirklich die Psychedelik der Siebziger aufleben lässt? Die Jungs sind Star-Wars-Fans und für derlei Effekte durchaus zu haben. Am Ende muss man sich durch Hindernisse ins Freie boxen – und die Brille abgeben.

Wertung: ✰ ✰ ✰ ✰   / 3 Euro (kein Kinderrabatt).

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