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Schützenfest braucht jetzt den Endspurt

Da geht noch was Schützenfest braucht jetzt den Endspurt

Hannovers Schützenfest wartet mit Fahrgeschäft-Attraktionen auf wie schon seit Langem nicht mehr - aber die Besucherzahlen bleiben hinter den Erwartungen zurück. Eine offizielle Halbzeitbilanz gibt es nicht.

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Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover. Hannovers Schützenfest wartet mit Fahrgeschäft-Attraktionen auf wie schon seit Langem nicht mehr - aber die Besucherzahlen bleiben hinter den Erwartungen zurück. Eine offizielle Halbzeitbilanz gibt es nicht. Wer aber nachts durch die Festzelte und über den Rummelplatz zieht, der merkt: Da ginge noch was.

Montagnacht um 23.30 Uhr war der Festplatz am Rondell wie leer gefegt. Auch Mittwochnacht drehten sich ab etwa 23 Uhr die meisten Fahrgeschäfte fast ohne Publikum. Schon das Auftaktwochenende war deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

„Vielleicht war die Meldung über 500 000 Besucher am Eröffnungswochenende etwas hoch gegriffen“, räumt Schützenchef Paul-Eric Stolle ein. Als man die Zahl geschätzt hat, habe noch keiner wissen können, dass am Abend Weltuntergangsstimmung herrschen würde: Heftige Regengüsse und starke Sturmböen zwangen den großen Fahrgeschäften eine Ruhepause auf, „es war einfach zu gefährlich“, sagt Stolle. Und, klar: „Wer vor diesem Unwetter geflohen ist, ist an dem Abend nicht wiedergekommen. Und wer erst abends kommen wollte, ist wohl zu Hause geblieben.“

Zur Wahrheit gehört auch: Das Ausmarschwochenende war viel zu heiß, in den Festzelten herrschte Bruthitze. „Ich kann es keinem verübeln, der da lieber zum Badesee gegangen ist“, sagt Ernst-August-Festwirt Philipp Aulich. Wie die meisten seiner Kollegen sieht er aber keine Schuld bei der Organisation. „Höchstens die Werbung im Umland könnte etwas intensiver sein“, sagt er, „aber das Angebot auf dem Platz ist diesmal wirklich gut.“ Das bestätigt auch Schausteller Arthur Armbrecht: „Hier ist wirklich für jeden etwas dabei.“ Am Familien-Mittwoch war der Platz daher nachmittags ordentlich gefüllt. Auch der Party-Dienstag war gut besucht, beim Fanfarenspektakel der HAZ am Mittwochabend war das Herrenhäuser-Zelt voll. „Das war gigantisch“, sagt Stolle.

Alle hoffen jetzt auf den Endspurt zur Millionen-Besucher-Marke - mit den angenehmen Temperaturen und mit Udo Lindenberg. Zum Abschluss seines Stadionkonzerts brennt heute Abend das Feuerwerk auf dem Festplatz. Das dürfte den einen oder anderen Besucher zu einem Bummel über den Rummel verleiten, der noch bis Sonntag läuft.

Von Conrad von Meding und Uwe Dillenberg

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