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Schützenfest Hannover Schostok ernennt neue Bruchmeister
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    13:29 04.07.2016
    Von Uwe Janssen
    Maximilian Bode-Meyer (v. l.), Norman Hennies, Markus Hirte und Dennis Wellner sind die diesjährigen Bruchmeister. Quelle: Christian Behrens
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    Hannover

    Ledig, wie es die Schützenordnung für einen Bruchmeister vorsieht, sind sie alle, „unbescholten, von gutem Leumund und Charakter“ nach eigener Aussage auch. Und Mitglied eines Schützenvereins sowieso: Industriekaufmann Hennies (der 2015 wegen Krankheit den Job nicht antreten konnte und nun nachholt) in Stöcken, der angehende Großhandelskaufmann Hirte in Kirchrode, Chemikanten-Azubi Wellner in Hainholz – und Landmaschinenmechaniker Bode-Meyer in Ahlem, und das tatsächlich seit seinem siebten Lebensjahr. Ein Schütze durch und durch.

    Für Dennis Wellner hat sich der Bruchmeisterjob irgendwie abgezeichnet. Er habe immer schon mal mit ehemaligen Bruchmeistern seines Hainhölzer Schützenvereins gesprochen, sei von ihnen motiviert worden – „und dann wollte ich das auch machen“.

    Derweil sind Irritationen um Rechnungsfehler und eine daraus entstandene Steuerschuld beim Verein Hannoversches Schützenfest ausgeräumt. Wie Schützenpräsident Paul-Eric Stolle am Dienstag bestätigte, seien nach einer krankheitsbedingten Umbesetzung in der Buchhaltung des Vereins Fehler bei der Umsatzsteuer für das Geschäftsjahr 2015 passiert. Für die 76.000 Euro, um die es dabei ging, habe der Verein nun pauschal 15.000 Euro Verzugszinsen überwiesen, das Finanzamt habe das Vorgehen akzeptiert und sei nun dabei, die tatsächlichen Verzugszinsen auszurechnen. „Wahrscheinlich bekommen wir sogar etwas zurück.“

    Stolle ist froh, „dass wir das selbst gemerkt haben und nicht das Finanzamt. Dann wäre die Sache wahrscheinlich anders ausgegangen“. So etwas dürfe trotzdem nicht passieren, sagte der Schützenpräsident. „Das ist alles erst beim Jahresabschluss aufgefallen. Blöd gelaufen, aber es ist nun vom Tisch.“

    Damit sei auch die Diskussion um den verantwortlichen Geschäftsführer Klaus Timaeus erledigt, über dessen vorzeitige Abberufung es nach Bekanntwerden des Vorfalls Spekulationen gegeben hatte. Ohnehin werde Timaeus, der am Dienstag noch einmal kurz das Programm skizzierte, nach dem diesjährigen Schützenfest geplant seinen Posten räumen. Wie es dann in der Organisation des Volksfests weitergehe, sei noch offen. Klar sei aber, dass die Organisation und Geschäftsführung des hannoverschen Schützenfests zu viel sei für eine nebenberufliche Tätigkeit. „Das muss man führen wie ein mittelständisches Unternehmen. Der Umsatz liegt bei knapp 500.000 Euro im Jahr, das hat mancher selbstständige Handwerker nicht als Jahresumsatz.“

    Schostok deutete am Dienstagabend an, dass in die Planung künftig das Eventmanagement der Stadt stärker eingebunden werden soll.     

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