Der Umbau des Ihme-Zentrums stagniert. Jetzt fordern Politiker der Grünen, den Fachbereich Jugend und Familie der Stadt zu verlegen. Der Fachbereich habe viel Publikumsverkehr. Schwangere, Mütter oder Paare suchen die Mitarbeiter zum Beispiel auf, um Sorgerechtsangelegenheiten zu klären, sagt Ingrid Wagemann, jugendpolitische Sprecherin der Grünen.
Wagemann selbst ist den Weg in den vergangenen Wochen mehrmals abgegangen, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Besucher müssten durch die Tiefgarage, an Müll vorbei und über verwinkelte Wege und nach Urin stinkende Treppen. Die Stadt sei zwar um eine Ausschilderung bemüht. Aber selbst tagsüber im Sommer sei die Situation eine Zumutung. Bei früh einsetzender Dämmerung im Winter wirke das Szenario noch irritierender.
Die Stadt bemühe sich in vielem um Familienfreundlichkeit, betont Wagemann. Umso absurder sei die Konstellation im Ihme-Zentrum. „Seit inzwischen neun Jahren sitzt der Fachbereich Familie in diesem Bunker und es passiert nichts.“ Bei einer Neuordnung der Verwaltungsgebäude müsse der Fachbereich bedacht werden. Insgesamt sind drei Fachbereiche der Stadt im Ihme-Zentrum untergebracht. Jugend und Familie, Senioren und Gebäudemanagement arbeiten mit rund 500 Mitarbeitern in dem problematischen Gebäudekomplex. Die Stadt wollte als eine Art Ankermieter ein Zeichen setzen. Doch die versprochene Aufwertung der riesigen Betonburg zieht sich hin.
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