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Volkszählung 2011 Volkszähler aus Hannover warten auf ihr Geld
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21:58 19.06.2011
Von Veronika Thomas
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Weil die Abrechnungssoftware des Landes offenbar erst seit Pfingsten zur Verfügung steht und nun alle bis dahin aufgelaufenen Daten eingegeben werden müssen, kann sich die Auszahlung der Aufwandsentschädigungen bis in den Juli hinein verzögern. Um den Zensushelfern ein Stück entgegenzukommen, will die Verwaltung nach Angaben von Stadtsprecher Dennis Dix in dieser Woche mit der Zahlung von Abschlägen in Höhe von jeweils 250 Euro beginnen.

Gisela G. jedenfalls ist stocksauer. „Ich habe meinen Job am 31. Mai erledigt und fest damit gerechnet, dass ich das Geld innerhalb von zwei, drei Wochen erhalte“, sagt die 73-Jährige, die nur eine kleine Rente bezieht. Sie hat ausgerechnet, dass ihr diese Nebentätigkeit etwa 700 Euro einbringt. 7,50 Euro gibt es für ein erfolgreich geführtes Interview, 2,50 Euro, wenn die Befragten den Fragebogen selbst ausfüllen und zurückschicken, und 2,50 Euro Aufwandsentschädigung, wenn trotz vereinbarter Termine zweimal hintereinander niemand zu Hause angetroffen wurde. 100 Adressen hat Gisela G. vom 9. bis 31. Mai abgeklappert, zweimal musste die Zensushelferin den Tank für ihren Kleinwagen füllen, um alle Adressen abzuarbeiten. Bis zu viermal hat sie die Leute aufgesucht, um schließlich einen ausgefüllten Fragebogen mitnehmen zu können. „Ich wollte das eben ganz korrekt machen.“

Noch mehr ärgert sich die Rentnerin aber über den Brief, den ihr die städtische Erhebungsstelle am 6. Juni zugeschickt hat. Darin bedankt sich die Verwaltung zunächst über die gute Zusammenarbeit, teilt aber gleichzeitig mit, dass sich die Auszahlung der Aufwandsentschädigung verzögern kann, weil die Menge an Daten nicht sofort eingegeben werden könne. „Hinsichtlich des Abrechnungsverfahrens ist die Erhebungsstelle der Landeshauptstadt Hannover bemüht, mit der Abrechnung im Monat Juni zu beginnen“, heißt es in dem Schreiben der Stadt. „Ich finde es ein starkes Stück, im Juni die Mitteilung zu erhalten, dass im selben Monat mit der Abrechnung begonnen werden soll. Hätten die Mitarbeiter sukzessive alle Daten eingegeben, dann gäbe es jetzt auch nicht diese Datenmengen“, argumentiert Frau G.

Es habe leichte technische Probleme gegeben, heißt es vonseiten der Verwaltung. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass die Helfer ihr Geld erhalten“, sagt Dix. Zwar hätten schon einige der insgesamt 300 Zensushelfer ihre Aufgaben erfüllt, doch die Volkszählung laufe noch bis zum 31. Juli. „Außerdem haben alle Erhebungsbeauftragten eine Erklärung unterschrieben, dass sie in geordneten finanziellen Verhältnissen leben“, fügt Dix hinzu. „Bei der Anmeldung für diesen Job habe ich sehr viele Rentner, Mütter mit Kinderwagen und Studenten gesehen“, sagt Gisela G. „Die alle brauchen das Geld.“

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