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Wiederaufbau Schloss Herrenhausen Internationale Presse feiert Schloss Herrenhausen
Hannover Themen Wiederaufbau Schloss Herrenhausen Internationale Presse feiert Schloss Herrenhausen
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11:44 22.01.2013
Von Conrad von Meding
Ein Hoch aufs Schloss Herrenhausen: Die Presse aus Peru feiert, in Berlin blickt man skeptisch auf Hannovers Bau. Quelle: dpa
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Hannover

Die Redaktion der in Peru erscheinenden Zeitung „El Comercio“ ist sicher, es handele sich bei dem rekonstruierten Schloss Herrenhausen um „eins der wichtigsten in ganz Europa“. Dieses Urteil findet sich bei erster Durchsicht in europäischen Medien dann doch nicht.

Mehr als 150 Journalisten waren zur Schlosseröffnung Ende vergangener Woche gekommen. Filmteams von ZDF, RTL und Sat.1, dem NDR und vielen anderen Sendern waren dabei. Wobei die Medienaufmerksamkeit nicht allein dem Schloss diente. Die beiden Prinzessinnen von York, Beatrice und Eugenie, haben ihren Teil zur Aufregung beigetragen. Die britische „Daily Mail“ widmete denn auch einen ganzen Text mit vielen Bildern dem Besuch der beiden britischen Thronfolgerinnen – viele Bilder aus Hannover eingeschlossen.

Womit sich schon mal ein Teil dessen bewahrheitet hat, was wiederum die Peruaner Redaktion geschrieben hat: Das Schloss werde sich „in eine große touristische Attraktion für Hannover verwandeln“. Darauf ruhen auch die Hoffnungen hannoverscher Marketingstrategen. Da macht es auch nichts, dass der britische „Telegraph“ am Tag nach der Eröffnung zu einem faktenreichen Text über die Personalunion und die Schlosseröffnung das falsche Bild zeigt: die barocke Galerie statt des klassizistischen Schlosses. Geschenkt.

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Der offizielle Teil der Eröffnung im unterirdischen Konferenzsaal.

„Die Welt“ bezeichnet Hannovers wiederauferstandene Schlossarchitektur als „Schmuckstück im Großen Garten“. Hannovers Hofbaumeister Laves hätte sich gefreut. Das Gebäude in Berlin, zum Teil eine ehemalige Lederfabrik, ist ein Meisterwerk frühklassizistischer Baukunst.

Einzig der Berliner „Tagesspiegel“ lässt es nicht bei dem Lob für das Schloss, sondern verbreitet zunächst ein paar Gemeinheiten über Hannover. Es sei eine Stadt, die „außer einem ziemlich hässlichen Platz namens Kröpcke und einem Reiterstandbild vorm Bahnhof“ keine Assoziationen wecke. In Berlin scheint man zu übersehen, dass der hannoversche Zoo schöner ist als der Berliner, dass der hannoversche Flughafen fertig geworden ist und die S-Bahnen hier nach Fahrplan verkehren.

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Prinzessin Eugenie von York: "Ein schönes Gebäude – ich bin sicher, dass viele Briten darauf brennen,
es zu besuchen."

Immerhin notiert der übellaunige Berliner Redakteur über Herrenhausen: „In Hannover hat man es besser hingekriegt als in Braunschweig“, wo Kommerz statt Wissenschaft im Schloss angesiedelt ist. Und er schreibt auch: „Berliner sollten ganz leise werden, wenn sie hierherkommen.“ Von der extrem kurzen Bauzeit und dem Einhalten des Budgets könne Berlin sich eine Scheibe abschneiden. Zwar wirke „der Neubau von außen noch aseptisch“, moniert Redakteur Udo Udo Badelt. Doch könne „man jetzt schon spüren, welch Leben hier im Sommer herrschen wird“. Warten wir’s ab.

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