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Festakt

Schloss Herrenhausen mit prominenten Gästen eröffnet

Von Conrad von Meding

Mit internationalen Gästen und stilvoller Musik ist das wiederaufgebaute Schloss Herrenhausen am Freitagnachmittag eröffnet worden. Auch die britischen Thronfolgerinnen Beatrice und Eugenie, Prinzessinnen von York, nahmen an der Zeremonie mit etwa 270 Gästen teil.
Foto: Die Eröffnung des Schlosses Herrenhausen gehört zum umfangreichen Tagesprogramm der britischen Prinzessinnen Beatrice und Eugenie.

Die Eröffnung des Schlosses Herrenhausen gehört zum umfangreichen Tagesprogramm der britischen Prinzessinnen Beatrice und Eugenie.

© Herzog

Hannover. Internationale Journalistenteams begleiteten die Ankunft der Gäste, es gab Fotoshootings auf der gewendeten Gartentreppe und am Empfang. Weil Hannovers Welfen 123 Jahre lang auch Könige von England waren, findet der Wiederaufbau der hannoverschen Sommerresidenz auch auf der anderen Seite des Ärmelkanals große Aufmerksamkeit. Fast alle britischen Zeitungen bis hin zur Regenbogenpresse berichten ausführlich über die Rekonstruktion des Schlosses in Hannover.

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Andreas Voßkuhle, hielt die Festrede auf das Schloss. In seinem Vortrag sprach er über die Rolle des Rechts als Voraussetzung von Freiheit und Demokratie und würdigte die Rolle der Wissenschaft, dem die Volkswagenstiftung mit dem Schloss eine neue Heimstatt biete. „Sich diesem Thema zu widmen, liegt an diesem Ort besonders nahe. Denn das wiederaufgebaute Schloss Herrenhausen regt dazu an, über das Möglich-Machen von Freiheit nachzudenken", sagte Voßkuhle. Die Volkswagenstiftung hebe mit dem Schloss in Herrenhausen ein Forum für den wissenschaftlichen Diskurs aus der Taufe. „Stiftungsengagement manifestiert sich so in einer besonders sinnfälligen Art und Weise."

Musik gab es vom Mädchenchor Hannover sowie stilecht von der Formation Musica Alta Ripa (Musik vom Hohen Ufer), die auf originalgetreue Reproduktionen Alter Musik spezialisiert sind.

"Die Menschen haben den Verlust dieses Schlosses als schmerzliche Wunde empfunden", sagte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU). Der Neubau solle ein Schloss für jedermann sein.

Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) sagte: "Für viele ältere Menschen geht ein Traum in Erfüllung." Das Schloss werde ein Touristen-Magnet werden.

Finanziert wurde der etwa 21 Millionen Euro teure Wiederaufbau in den Herrenhäuser Gärten von einer Tochtergesellschaft der hannoverschen Volkswagenstiftung. Die Wissenschaftsstiftung nutzt das Schloss künftig an 100 Tagen im Jahr für hochkarätige Tagungen und Konferenzen.

In zwei Flügeln wird zudem ein Museum eingerichtet, das voraussichtlich ab Mitte Mai über die Geschichte des Schlosses, der Gärten und der wichtigsten Akteure informiert.

Das außen klassizistisch rekonstruierte Sommerschloss ist innen ein modernes Tagungszentrum. Der Initiator des Wiederaufbaus, Wilhelm Krull von der Volkswagenstiftung, sprach die ersten Worte bei der Eröffnung.

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