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Hannover Das sollten Sie für einen Blackout im Haus haben
Hannover Das sollten Sie für einen Blackout im Haus haben
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13:59 25.10.2018
Einen Wasservorrat sollte laut BBK jeder im Keller haben. Quelle: Rebekka Neander
Hannover

2016 stellte die Bundesregierung ein neues Zivilschutzkonzept vor. Darin hieß es unter anderem: „Bürger werden angehalten, sich einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln für einen Zeitraum von zehn Tagen anzulegen“. Was teils verspottet oder als Panikmache bezeichnet wurde, könnte im Falle eines mehrtägigen Blackout tatsächlich notwendig werden.

Denn Ziel des Katastrophenschutzes ist es nicht, eine hundertprozentige Versorgungsstrategie zu entwickeln. Mirko Temmler, Referatsleiter für Katastrophenschutz im niedersächsischen Innenministerium, sagt: „Wir müssen eine sinnvolle Balance zwischen der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensausmaß eines großflächigen Ausfalls kritischer Infrastrukturen auf der einen Seite und effektiven sowie maßvollen Krisenfallvorbereitungen auf der anderen Seite finden“. Temmler appelliert daher an die Bürger, sich darauf vorzubereiten, sich über einen längeren Zeitraum selbst versorgen zu können.

Die Empfehlung, sich Vorräte anzulegen, hatte vor der Bundesregierung bereits das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) herausgegeben. Im „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ stehen neben den empfohlenen Lebensmitteln auch weitere Gegenstände, die im Falle einer Katastrophe nützlich sein können. Laut BBK gehören in einen Ein-Personen-Haushalt, der sich für zehn Tage Stromausfall vorbereitet, 20 Liter Wasser, 3,5 Kilogramm Reis, Nudeln und Kartoffeln, 4 Kilogramm Dosengemüse, 2,5 Kilogramm Nüsse und Obst in Gläsern, 2,6 Kilogramm Milchprodukte, 1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch und Volleipulver. Auch batteriebetriebene Taschenlampen, Campingkocher oder solarbetriebene Akkuladegeräte können eine Hilfe sein. Da bei einem Stromausfall auch Geldautomaten nicht mehr funktionieren, rät das BBK auch zu einer ausreichende Bargeldreserve.

Lesen Sie hier, was passiert, wenn der Strom länger ausfällt.

Von Lisa Neugebauer

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