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Endboss "Divinity Original Sin 2": Für Kämpfer mit Köpfchen
Hannover ZiSH Endboss "Divinity Original Sin 2": Für Kämpfer mit Köpfchen
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21:08 10.10.2017
Explosionen gibt's in "Divinity Original Sin 2" zuhauf. Quelle: Larian/Handout
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Öl, ein Feuerzauber und ein Giftpfeil sorgen bei „Divinity Original Sin 2“ (PC, ab 44,99 Euro bei Steam) für effektive Explosionen. Doch nicht nur die Gegner fangen bei dem Rollenspiel regelmäßig Feuer, sondern auch die Spieler vor dem Bildschirm. Denn die Story ist spannend, die rundenbasierten Kämpfe sind anspruchsvoll und überall gibt es etwas zu entdecken.

Die „Divinity“-Spiele stammen aus dem belgischen Studio Larian. Wie schon sein Vorgänger wurde „Divinity Original Sin 2“ über ein Kickstarter-Crowdfunding finanziert. Weil über 2 Millionen Dollar zusammenkamen, gibt’s zusätzlich zum Hauptspiel noch einen Arena-Modus, in dem Spieler online gegeneinander kämpfen, und einen Spielleiter-Modus, in dem jeder eigene Kampagnen erstellen und ebenfalls online spielen kann.

„Divinity Original Sin 2“ spielt einige Jahrhunderte nach seinem Vorgänger. Der Göttliche ist tot. Ein Bischof namens Alexandar lässt Quellenmagier auf einer Insel für seine Zwecke missbrauchen. Mit bis zu vier Quellenmagiern macht man sich auf, um seine Machenschaften zu durchkreuzen – und selbst eine Gottheit zu werden.

Geduld und Ausdauer

Wie schon sein Vorgänger knüpft „Divinity Original Sin 2“ damit an die Geschichte des ersten Titels der Reihe an, „Divine Divinity“ aus dem Jahr 2002. Wer die „Divinity“-Spiele zockt, braucht Geduld und Ausdauer. Sie sind in bester Oldschool-Manier dafür bekannt, sehr komplex zu sein, wenig Hilfestellung und viel Freiheit zu bieten. Wer eine wichtige Figur meucheln will: bitte sehr. Oft kann man Gegner zum Frieden überreden, sich an ihnen vorbeischleichen oder einen alternativen Weg suchen, statt zu kämpfen. Denn wohin die Reise als Nächstes geht, geben die Spiele nur grob vor. In dieser Hinsicht ist auch der aktuelle Teil gelungen.

Erzählfreudige Charaktere

Mit der etwas unhandlichen Mausklick-Steuerung und wenigen Shortcuts bewegt man sich durch die völlig offene Spielwelt. Wer nicht alleine zocken will, kann Mitspieler online zu seiner Partie einladen. Die Karten sind riesig: Schnell übersieht man im Gestrüpp eine Truhe oder findet in wuseligen Siedlungen voller erzählfreudiger Charaktere eine Spielfigur nicht, die eine wichtige Quest zu vergeben hat. Die langwierigen Aufträge enthalten stets eigene Geschichten, in denen es oft darum geht, jemanden zu retten. Viel Spielzeit geht für’s Quatschen mit Charakteren und Hin- und Herrennen drauf. Langweilig wird das nicht – oft entdeckt man auf den Wegen weitere Charaktere, Truhen oder Falltüren.

Auch die rundenbasierten Kämpfe sind mühsam und verlangen nach Strategie. Es gilt, Gift-, Öl- oder Wasserflächen des Spielfelds und die vielfältigen Fähigkeiten der Charaktere klug zu kombinieren. Wer versucht, einfach nur auf eine Horde Gegner einzudreschen, kommt nicht weit. Das Spiel ist bis ins kleinste Detail durchdacht und angenehm unübersichtlich. In „Divinity Original Sin 2“ zählt der Kopf und nicht die Keule.

Von Sarah Franke

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