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Hannover & anderswo „Um sich zu verwirklichen, braucht man ein Ziel“
Hannover ZiSH Hannover & anderswo „Um sich zu verwirklichen, braucht man ein Ziel“
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12:15 23.11.2018
Treten heute ab 20 Uhr im Capitol auf: Tonbandgerät. ZiSH hat mit Bassistin Isa (links) über ihre Tour und Themen ihrer Generation gesprochen. Quelle: Christoph Mischke
Hannover

 

Isa, seit über einem Monat seid ihr mit eurem neuen Album „Zwischen all dem Lärm“ auf Tour. Was ist bei diesem Album anders?

Das letzte Album ist fast drei Jahre her, wir sind einfach erwachsener geworden. Man hört, dass nicht mehr nur unsere Gitarristin Sophia die Texte schreibt, sondern auch unser Sänger Ole.

Ihr habt lange an diesem Album gearbeitet. Aus etwa 70 Texten habt ihr eine Platte mit zwölf Songs gemacht. Wie war das, die richtigen herauszufiltern?

Wir hatten ziemliche Angst vor dieser Mammutaufgabe. Und obwohl es so ein riesiger Pool an Texten war, zieht sich ein roter Faden durch das Album: So wie wir über die drei Jahre gewachsen sind, geht es in allen Texten ums Erwachsenwerden.

Es geht auch um Liebe, Freiheit und Alltag. Stehen so viele Themen auch für eine Orientierungslosigkeit, die mit dem Erwachsenwerden kommt?

„Mein Herz ist ein Tourist“ handelt von dem Versuch, sich mehrere Optionen offenzuhalten. Vielleicht kann man das als Wunsch unserer Generation bezeichnen. Bei uns kam diese Ungewissheit vor allem nach dem Bruch mit unserem alten Label. Bei Universal sollten wir immer neue Songs liefern und wurden weiter hingehalten. Als das vorbei war, wussten wir nicht weiter – wir wollten einfach Musik machen und damit auf Tour gehen.

„Tschüß Karriereleiter / Ich nehm die Graustufen“ klingt erst mal nach Selbstverwirklichung, doch später wird es im selben Song bedrückend.

Es ist schön, Zeit für sich selbst und seine Ideen zu haben – auch wieder ein Ideal unserer Generation. Aber ohne Ziel vor den Augen wird das schnell frustrierend. Im Warten auf unser Label konnten wir uns in diesem Song alle ganz gut wiederfinden. Das Ziel kam dann mit dem neuen Plattenvertrag, sodass wir endlich dieses Album herausbringen konnten.

Ihr wart in den USA, China und Israel auf Tour. In „Nirgendwohin“ geht es um alte Freunde, die einen am besten kennen. Warten solche Leute auch auf euch, wenn ihr nach Hause kommt?

Besonders jetzt in der Weihnachtszeit sind viele alte Schulfreunde in Hamburg, und es ist spannend zu hören, was alle so machen. Das ist eigentlich schön, wenn es trotz des Banderfolgs mit den Menschen genauso wie früher ist.

Von Carlotta Hartmann

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