Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aktuelles Ergonomisches Dreieck: Den Sattel richtig einstellen
Mehr Auto & Verkehr Aktuelles Ergonomisches Dreieck: Den Sattel richtig einstellen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:35 30.05.2016
Ein falsch eingestellter Sattel kann zu Rücken- oder Nackenschmerzen führen. Für seine korrekte Einstellung sollten sich die Radler ein wenig Zeit nehmen. Foto: pd-f.de/Kay Tkatzik
Anzeige
Göttingen

Die richtige Einstellung des Fahrradsattels ist nicht ganz einfach. "Denn ein richtig, das für alle gilt, gibt es nicht", sagt Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad (pd-f). Ein Aspekt sei allein schon, wie man sitzen will.

Etwa sportlich auf dem Rennrad oder nahezu aufrecht auf dem Hollandrad. "Aber wenn ich beispielsweise im Oberkörper Ausweichhaltungen einnehme, weil ich mir den Sattel zu niedrig oder zu hoch eingestellt habe, kann das schnell zu Rücken- oder Nackenschmerzen führen", sagt Fehlau.

So sollten Alltagsradler grundsätzlich auf das sogenannte ergonomische Dreieck achten, um eine gute und bequeme Grundeinstellung zu bekommen. "Das besteht aus dem Kontaktpunkt am Sattel, dem Griff- und den Tretpunkt", sagt Fehlau. Diese Parameter beeinflussen sich gegenseitig, müssen aber in Einklang gebracht werden. Am besten holt man sich dafür Unterstützung durch eine zweite Person, die einen auf dem Rad stützt und beobachtet. Dabei kommt es auf folgende Punkte an:

Der Abstand zwischen Sattel und Tretlager: Den Sattel stellt man generell waagerecht. Man setzt sich auf den Sattel und streckt das Bein ganz aus. "Dabei sollte ich genau mit der Ferse das Pedal an seiner tiefsten Stellung treffen", rät Fehlau. Dann ist die Höhe korrekt. Während des Tretens stützt man sich auf den Fußballen und hat so auch am Pedaltiefpunkt ein leicht geknicktes Bein. Am besten schaut nun jemand von hinten: Das Becken darf beim Treten zwar schwingen, aber nicht hin- und her kippen. Das sei ein Indiz für einen zu hohen Sattel und könne auch zu Schmerzen im Genitalbereich führen.

Die richtige Position zum Tretlager: Die Radler bringen die Kurbel in waagerechte Stellung. Dann benötigt man ein Lot, etwa gebastelt aus einem Bindfaden und daran befestigten Hammer. Damit misst man, ob die Kniescheibe des vorderen Beines in etwa durch die vordere Pedalachse geht. Das ist der richtige Abstand. "Ansonsten muss ich den Sattel entweder nach vorn oder hinten schieben."

Der Abstand vom Lenker zum Sattel: Den stellt man am Lenker ein. Alltagsradler dürften hier eher eine aufrechte Position vorziehen. Ideal ist sie, wenn die Ellenbogen leicht angewinkelt sind. "So eine Haltung hat auch einen quasi federnden Charakter", sagt Fehlau.

Wer so seine Wohlfühlposition ermittelt hat, sollte am Ende nochmals die zwei anderen Parameter checken, die sich unter Umständen durch die Lenkereinstellung geändert haben könnten.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Flüssiggas gilt nicht nur als umweltfreundlicher als Benzin oder Diesel, sondern hilft auch Kosten zu sparen. Das Fahrzeug umzurüsten, rechnet sich jedoch nur bei einer intensiven Nutzung.

27.05.2016

Umfeldradar und Datenbrille: Radler können ihren Drahtesel mittlerweile technisch ganz schön aufrüsten. Doch teils sind die Systeme noch nicht ausgereift oder wirken etwas überdosiert. Und sie bergen neue Probleme, die man beim Zweirad bisher nicht kannte.

27.05.2016

SUVs boomen. Mazda überlegt deshalb, seinen neuen Geländewagen CX-9 auch in Europa anzubieten. Doch ein technisches Detail bereitet dabei große Probleme.

26.05.2016
Anzeige