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Aktuelles Engerlinge absammeln oder Nematoden einsetzen
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13:03 13.06.2018
Viele Engerling-Arten fressen die Wurzeln von Pflanzen so stark an, dass diese absterben. Quelle: Katja Lenz
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Münster

Engerlinge - unter dem Begriff fasst man weiße, dicke Larven von Schädlingen im Garten zusammen. Sie können von verschiedenen Insekten stammen und verschiedene Pflanzen befallen - und genau das ist das Problem für Hobbygärtner.

Wichtig ist die Bekämpfung allerdings, denn die meisten Larven fressen Wurzeln auf, erklärt Marianne Klug, Sachbereichsleiterin beim Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Immerhin: Für Topfpflanzen wie Rosen kann Klug auch unabhängig von der jeweiligen Gattung der Larven einen Tipp geben: die Pflanzen kurz aus dem Topf holen und die Engerlinge aus dem Wurzelstock und der Erde absammeln.

Für die Bekämpfung eines Befalls bei Beetpflanzen muss die jeweilige Insektenart näher bestimmt werden. Der Einsatz von Nematoden - winzigen Fadenwürmern - ist laut dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe beim Junikäfer und dem Kleinen Rosenkäfer, der auch unter dem Namen Gartenlaubkäfer bekannt ist, möglich. Beide Larven lassen sich anhand der Fortbewegung auf Beinen ausmachen. Auch auf den Purzelkäfer, dessen behaarter Rücken auffällt, und den Dickmaulrüssler, dessen Larven sich gekrümmt und beinlos fortbewegen, gehen Nematoden los.

Die Nematoden lassen sich im Fachhandel beziehen und mit Gießwasser ausgießen. Im Boden jagen sie dann den Käfernachwuchs, dringen in die Larven ein und vermehren sich in ihrem Körper.

Bei den Larven von Feld- und Waldmaikäfer, die sich seitlich gekrümmt bewegen, sowie den sich auf dem Rücken bewegenden Engerlingen des Gemeinen Rosenkäfers bietet sich diese Methode allerdings nicht an. Für diese Insekten wie auch die anderen Engerlinge gibt es laut den Agrarexperten aus Karlsruhe derzeit kein Insektizid, und insektenparasitische Pilze sind im Klein- und Hausgarten nicht zugelassen.

Die weißen Engerlinge des Nashornkäfers sollten gar nicht vernichtet werden, betont die Bayerische Gartenakademie. Sie sind harmlos und kommen im Kompost mit Holzmaterialien wie Häcksel vor. Dort leben sie ausschließlich von totem Material. Das macht sie zu guten Helfern im Kompost: Sie zerkleinern Holz und durchmischen die anderen Stoffe. Daher sollte man die Larven bei Arbeiten mit dem Kompost in einem Eimer sammeln und sie im Anschluss wieder auf den sich in Rotte befindlichen Haufen zu setzen.

dpa

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