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Aktuelles Kirschen mit Leimtafeln und Netzen vor Fruchtfliege retten
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11:20 30.05.2018
Damit Kirschen reifen können, sollten sie vor der Kirschfruchtfliege beschützt werden. Sie legt sonst ihre Nachkommen in die Früchte. Quelle: Nestor Bachmann
Karlsruhe

Wenn sich die kleinen, noch grünen Kirschen entwickeln, sollten Hobbygärtner reagieren: Wer in den vergangenen Jahren Ernteeinbußen wegen eines Befalls mit der Kirschfruchtfliege erlitten hat, hängt nun besser gelbe Farbleimtafeln auf.

Damit lasse sich der Befall an mittelspäten bis späten Süßkirschen in einem gewissen Maß reduzieren, erläutert das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe. Noch besser ist es, wenn sich die Nachbarn koordinieren und alle Tafeln aufhängen. Idealerweise kommen je Baum und Quadratmeter Gehölzhöhe ein bis zwei Fallen in die Krone, vor allem an deren Südseite. Sauerkirschen und die frühen Sorten der Süßkirschen sind weniger in Gefahr.

Die Methode hat aber auch einen Nachteil: Daran bleiben viele Insekten kleben, auch die nützlichen. Daher empfehlen die Experten, die Fallen direkt nach der Ernte wieder zu entfernen.

Der Erfolg ist auch begrenzt: Bei stärkerem Befall seien die Klebefallen nicht ausreichend, so das Landwirtschaftliche Technologiezentrum. Kleine Kronen könnten vorsorglich mit einem Netz bedeckt werden. Die Maschen sollten nur 1,35 mal 1,35 Millimeter groß sein. Das Netz muss am Stamm dicht abschließen. Bei hohen und größeren Bäumen werden einzelne Astpartien entsprechend bedeckt.

Kirschfruchtfliegen legen ab Ende Mai ihre Larven in die heranreifenden Früchte. Die Maden dringen dann bis zum Kirschkern vor.

Die Larven lassen sich mit den Nachkommen eines zweiten Schädlings verwechseln: Die Kirschessigfliege befällt später die reifen Früchte, indem sie Eier darin ablegt. Besteht diese Gefahr in der Region, sollte das Netz über die Krone noch engmaschiger sein, raten die Experten.

dpa

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