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Baugebiete Trittfest bei jedem Wetter
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22:58 15.05.2018
Nach Gefühl: Es ist sinnvoll, Gartenwege dort anzulegen, wo auf dem Grundstück bereits Trampelpfade verlaufen – hier haben die Bewohner instinktiv schon den kürzesten Weg eingeschlagen. Quelle: BGL/dpa-tmn
Hannover

Ob schnurgerade Verbindung von der Straße zur Haustür, stilvoll geschwungene Wege oder naturnahe Pfade durch das Grün: Gartenwege bestimmen in einem Garten dessen Charakter. Sie sollten dabei zur Architektur des Hauses passen. Fachgerecht angelegte Wege halten mehrere Jahrzehnte. Vorausgesetzt, sie haben einen stabilen Unterbau.
„Die Wege sollen nicht nur sicher und wetterfest sein, sie müssen auch gewisse Lasten aushalten“, erläutert Michael Henze vom Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL).
„Zufahrten zur Garage brauchen natürlich befahrbare Beläge.“ Entsprechend belastbar muss der Unterbau sein. Ausschlaggebend für die Haltbarkeit des Weges ist eine Tragschicht aus Schotter, Kies oder Splitt. Darauf kommt eine Bettung aus Splitt und Sand, auf der dann die Pflastersteine liegen. Randsteine verhindern das Einwachsen des Grases an den Seiten und sorgen für die Stabilität des Weges.

„Es ist ratsam, frostsichere Materialien zu verwenden, sonst drohen feuchtigkeitsbedingte Absackungen des Weges“, sagt Henze. Und Gartenwege sollten so angelegt werden, dass sie das Wasser vom Haus weg leiten. Werden wasserundurchlässige Materialien verwendet, muss der Weg ein Gefälle von 2,5 Prozent haben. Hochwertige Materialien werten den Garten optisch auf. Besonders beliebt sind Naturpflaster wie Porphyr, Granit, Basalt, Sandstein und Schiefer. Sie sind robust, langlebig und setzen mit der Zeit eine Patina an. Günstiger, aber weniger haltbar sind lockere Oberflächen wie Kies oder Rindenmulch. Alle Wege sollten gut beleuchtet sein. „Schon bei der Planung der Gartenwege ist darauf zu achten, dass potenzielle Gefahrenstellen wie Treppenstufen im Dunkeln leicht zu erkennen sind“, sagt Iris Vollmann von der Brancheninitiative Licht.de in Frankfurt/ Main.

Die Lichtquellen im Garten müssen gar nicht besonders hell leuchten. „Wichtig ist eher, die Abstände so zu wählen, dass sich die Lichtkegel überschneiden, damit die Wege durchgängig beleuchtet sind“, erklärt Vollmann. Für eine blendfreie Beleuchtung eignen sich breitstrahlende Pollerleuchten oder halbhohe Mastleuchten. „Im Garten ist die Beschaffenheit des Bodens im Licht von Mini-Pollern und Bodeneinbaustrahlern besonders gut zu erkennen“, ergänzt Vollmann. Besonders gut machen sich im Freien LED-Leuchten. Da sie wenig Wärme entwickeln, schonen sie Pflanzen und Insekten. Und sie sind relativ kälteunempfindlich.

dpa/tmn