Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Garten Noch bis Juli aussäen: Tipps für zweijährige Blumen
Mehr Bauen & Wohnen Garten Noch bis Juli aussäen: Tipps für zweijährige Blumen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:15 09.06.2016
Vorausdenkend gärtnern: Wer im nächsten Frühjahr Stiefmütterchen aus eigener Aufzucht im Garten haben möchte, muss deren Samen noch bis Juli aussäen. Foto: Andrea Warnecke
Anzeige
Bonn

Die Frühlingsblüher Vergissmeinnicht, Tausendschön, Goldlack, Islandmoos und Stiefmütterchen sind sogenannte Zweijährige. Das beschreibt den Lebenszyklus der Pflanzen: Sie lassen sich im Frühsommer aussäen.

Bis zum Herbst bilden sich dann kräftige Jungpflanzen mit Blättern und Wurzeln, die meist mit einer Blattrosette überwintern. Im nächsten Frühjahr, also im zweiten Jahr, erblühen sie erst. Für Hobbygärtner ist daher wichtig zu wissen: Um 2017 die Frühblüher aus eigener Aufzucht im Garten zu haben, müssen sie ab Juni und bis Juli diese schon aussäen, rät der Zentralverband Gartenbau in Bonn.

So geht's: Torf- oder Kokos-Quelltabs nutzen oder Anzuchtkisten und Platten mit Ausaaterde locker füllen und angießen. Samen gleichmäßig aussäen, bei Dunkelkeimern mit einer dünnen Schicht Erde abdecken - diese Info steht auf den Samentüten. Dann mit Folie, Glasplatte oder Kunststoffhaube bis zur Keimung abdecken. Geschützt aufstellen und regelmäßig gießen, dabei aber Staunässe vermeiden. Nach wenigen Wochen können die gekeimten Jungpflanzen bereits vereinzelt werden.

Es gibt aber ein paar Ausnahmen bei der Aufzucht: Stiefmütterchen (Viola) blühen bei zeitiger Aussaat bereits im Herbst, ihre Hauptblüte bleibt aber im darauffolgenden Frühjahr. Der Zentralverband Gartenbau rät, deren Samen aufzurauen, beispielsweise in scharfkörnigem Sand. Das beschleunigt die Keimung. Das Substrat wird hier in zwei- bis dreifacher Samenstärke über diese gelegt und das Ganze gut feucht gehalten. Das beste Keimergebnis erzielt der Gärtner bei rund 15 Grad Lufttemperatur. Die Primeln (Primula) sind ebenfalls Dunkelkeimer. Ihre Samen werden nach der Aussaat aber am besten mit Sand statt mit Erde abgedeckt.

Die Samen des Tausendschöns (Bellis) werden hingegen nur auf dem Substrat angedrückt, nicht aber bedeckt. Sie gelten als sogenannte Lichtkeimer, die Helligkeit zum Gedeihen brauchen. Auch hier gilt dann: Samen und Substrat gleichmäßig feucht und außerdem schattig halten.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Langsam an die Sonne gewöhnen: Damit das Wandelröschen seine Farben nach dem Blühen auch tatsächlich wechselt, müssen Hobbygärtner behutsam mit ihrer Kübelpflanze umgehen. Wie genau, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde.

09.06.2016

Die Tomate ist schlaff, die Zucchini weicher als sonst. Und der Salat hält sich nicht wie gewohnt. Woran kann das liegen?

02.06.2016

Rosenkohl ist ein typisches Wintergemüse. Wer es im eigenen Garten ziehen will, muss jetzt damit anfangen. Was der Rosenkohl zum Wachsen braucht, und was nicht:

02.06.2016
Anzeige