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22:05 19.06.2012
Gemeinsam neu gestalten: Kinder identifizieren sich mit ihrem Zimmer besser, wenn sie selbst Ideen einbringen und den Pinsel schwingen dürfen. Quelle: Kontrec - istockphoto.com
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Als die Maler mit ihren Farbeimern, Folien und Pinseln am Montagmorgen in aller Frühe anrücken, ist Tim mindestens so gespannt wie seine Eltern. Das ganze Wochenende über hatten sie Bilder abgehängt, die Möbel in der Mitte der Räume zusammengeschoben und die Vorhänge abgenommen. Nun soll die Wohnung gestrichen werden, und Tim darf sich die Farbe für sein Kinderzimmer aussuchen.

Während die Malergesellen in den übrigen Räumen schon einmal frisches Weiß an die Wände streichen, zeigt der Malermeister dem Siebenjährigen die Farbmuster, die er mitgebracht hat. Tim entscheidet sich für ein knalliges Orange, den Farbton, der auf der Skala am intensivsten erscheint. Der Fachmann lobt Tims Entscheidung. Doch dann gibt er dem Jungen einen Rat: „Nimm mal lieber diesen hellen Ton. Hier auf dem Muster sieht er zwar sehr hell aus, aber ich versichere dir, wenn wir damit eine ganze Wand streichen, wirkt das viel dunkler.“

Tim stimmt zu. Und als er aus der Schule nach Hause kommt, staunt er. Zwei Wände haben die Maler inzwischen in einem warmen Orangeton gestrichen, zwei haben sie weiß gelassen, damit das Orange nicht zu dominant wird.

Tims Zimmer sieht jetzt viel freundlicher aus. Der Siebenjährige ist begeistert. Abends, wenn die letzten Sonnenstrahlen durch das Fenster ins Zimmer fallen, sieht es besonders schön aus. „Schaut mal, wie das leuchtet“, ruft er seinen Eltern zu.

Für den Grundschüler war der Malerbesuch die erste Erfahrung mit dem Thema Inneneinrichtung. Die gestrichenen Wände und die Tatsache, dass alles wieder neu eingeräumt und angeordnet werden musste, führten bei Tim zu einem Kreativitätsschub.

Nun überlegt er genau, wo das Roncalli-Poster hängen soll, ob es besser an der orangefarbenen oder der weißen Wand aussieht, wo das Bett und die Regale stehen sollen und wo die große Truhe. Seine Eltern lassen ihm bei der Zimmergestaltung freie Hand. Erst als die Truhe mitten im Raum stehen bleibt, weil die Nische dahinter Tims Meinung nach eine prima Pirateninsel abgibt, greift die Mutter ein. Das könne aber nur eine vorübergehende Lösung sein, meint sie.

Experten sind sich einig: Es ist wichtig, Kinder in die Gestaltung ihres eigenen Zimmers einzubeziehen. Zum einen haben auch sie bereits ein Gefühl für Ästhetik und individuelle Vorlieben. Zum anderen fördert die Beteiligung der Kinder ihre Identifikation mit dem eigenen Zimmer. Leidige Themen wie das tägliche Aufräumen werden so vereinfacht. Schließlich möchten auch Kinder es „schön haben“.

Julia Pennigsdorf

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Kinderzimmer gehören zu den Räumen, in denen es am lebendigsten zugeht und in denen am häufigsten umgeräumt wird. Schließlich verändern sich die Bedürfnisse von Kindern schnell. Wir haben Einrichtungstipps zusammengestellt, die sich lange bewähren und doch schnell verändert werden können.

Wie wäre es mit zum Beispiel einer Tafelwand? Im Handel sind Tafelfarben und -lacke erhältlich. Damit können Wände, Regal- und Schrankrückseiten bestrichen werden - und schon hat das Kind eine Tafel zum Malen. Später, wenn das Kind älter ist, kann es die Fläche für seinen Stundenplan, Notizen und Telefonnummern nutzen.

Ein  Sitzsack ist etwas für jedes Alter. Kleine Kinder lieben es, darauf herumzukrabbeln, größere nehmen ihn zum Toben, hören dort Musik und Hörspiele oder faulenzen einfach.

Tiere, Blumen, Abstraktes, knallig-bunt, dezent oder schwarz-weiß - das Angebot an Wandbildern, auch Wandtattoos genannt, ist groß. Da dürfte für jeden etwas dabei sein. Der Vorteil: Die Wandtattoos lassen sich ganz einfach wieder abziehen, wenn sie nicht mehr gefallen. Um sicherzugehen, dass sich der Untergrund nicht mit ablöst, sollte das Wandbild kurz mit einem Fön angewärmt werden. Das löst den Klebstoff.

Kleine Wohnungen sind gemütlich, erfordern jedoch in puncto ?Stauraum Kreativität. Zwischendecken, Raumtrenner und ?Unterbettboxen sind Ideen, die sich bewährt haben.

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