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Mut zu Farbe und Form

Moderne Tapetenmuster Mut zu Farbe und Form

Blumenmuster, Retrochic oder lieber prächtige Ornamente: Die weiße Raufaser bekommt Konkurrenz von farbenfrohen Tapeten aus Vinyl, Textil, Velours und Metall.

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Erlaubt ist, was gefällt: Mit frischer Farbe an der Wand oder einem ausgefallenen Tapetendesign ist gute Laune garantiert.

Quelle: Patrizia Tilly

Wände mit schlichter weißer Raufasertapete? Das war gestern. Moderne Tapeten haben Muster und Farben. Ob große florale Formen, an die siebziger Jahre erinnerndes Retrodesign oder englische William-Morris-Tapeten mit prächtigen Ornamenten - die Auswahl an schöner, hochwertiger Wandbekleidung ist groß.

Und: Tapeten bestehen längst nicht mehr nur aus Papier. Auch Vinyl-, Textil-, Velours-, Leimdruck-, Struktur- oder Metalltapeten schmücken inzwischen Wände.

Wer ein paar Grundregeln beherzigt, kann ganz einfach selbst tapezieren und so innerhalb von wenigen Stunden das Aussehen eines Zimmers komplett verändern.

Und das Schöne an der Wandgestaltung mit Tapeten ist, dass auch zurückhaltende Menschen Mut zeigen können. Schließlich lassen sich Tapeten notfalls wieder überkleben. Wer lieber ganz auf Nummer sicher gehen will, pinnt sich einfach eine Bahn der ausgewählten Tapete an die Wand und lässt sie erst einmal einige Tage auf sich wirken.

Menschen, die vor einem komplett neuen Look an ihren Wände zurückschrecken, können auch mit Wandtattoos Akzente setzen. In Baumärkten gibt es sie mittlerweile in allen Formen, Farben und Mustern, mit Glitzersteinchen oder spiegelnder Folie.

Sogar Discounter bieten manchmal Wandtattoos an. Die Handhabung ist denkbar einfach. Die Folie aus Vinyl oder PVC wird abgezogen und auf den zuvor sorgfältig gereinigten Untergrund geklebt. Wer die Wand mit einem Tattoo schmückt, sollte auf Bilder verzichten oder sie zumindest nur sehr dosiert platzieren.Wer lieber zu Farbeimer, Rolle und Pinsel greift, um seinen Wänden einen neuen Look zu verpassen, findet ebenfalls eine große Auswahl an Farben vor.

Der Trend der Wandfarben ist dabei nicht unabhängig von der Welt der Mode und Kosmetik zu sehen. Designer haben einen ganzheitlichen Blick - egal, ob sie neue Farben für Wände oder für Lippenstifte kreieren. Und so wundert es nicht, dass auch in Baumärkten und bei Malereibetrieben Begriffe wie Nudelook, Puder-, Sand- und Cremefarben ganz oben stehen.

„Taupe“, der ungewöhnliche Farbton eines populären Chanel-Nagellacks aus Beige, Braun, Grau und einem Stich Violett gemischt, macht sich ebenfalls hervorragend an der Wand. Aber Vorsicht: Er darf nicht zu dunkel angemischt werden. Ist er aber kräftig und doch dezent, so wirkt die Wandfarbe edel und modern.

Das Wichtigste jedoch ist - wie in der Mode oder im gesamten Leben auch: Man sollte wissen, welcher Typ man ist, was man mag und was zum Rest der Einrichtung passt. Dann kann auch ein lebendiges Rot, ein kühles Blau oder ein nostalgisches Grün an den Wänden großartig aussehen.

Julia Pennigsdorf

So tapeziere ich richtig

Vorbereitung vorausgesetzt , ist Tapezieren nicht schwer und macht sogar Spaß. Hier einige Tipps:

1. Wände vorbereiten, alte Tapete entfernen, Löcher ausbessern.

2. Leiter und Tapeziertisch bereitstellen, Wasserwaage und Cuttermesser griffbereit hinlegen.

3. Nun geht es ans Ausmessen der Wände und Tapeten. Zur Vorsicht sollte eine Tapetenrolle in Reserve da sein, falls Verschnitt anfällt.

4. Bevor es ans Kleben geht, feststellen, ob der Kleister an die Wand oder auf die Tapete gehört. Denn das ist von Tapete zu Tapete unterschiedlich.

5. Beim Kleisteranrühren darauf achten, dass er nicht zu dünnflüssig ist. Kleister immer dünn auf Tapete oder Wand auftragen. Kleisterflecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Nicht reiben oder wischen. 6. Ist die Tapete an der Wand, nach unten hin so gut wie möglich glattstreichen. Eventuelle Falten ziehen sich meist von allein nach einigen Stunden glatt.

Weitere Informationen sowie einen Rechner für den Bedarf an Tapetenrollen gibt es beim Deutschen Tapeten-Institut unter www.tapeten.de

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