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Bauen & Wohnen Goodbye, Stromrechnung!
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11:02 23.04.2012
Alles unter Kontrolle: Der Computermonitor im Haus – hier eine Anzeige des Technikunternehmens Vicione – zeigt den aktuellen Betriebszustand der Solaranlage an und kann auch zum Fernsteuern aller elektrischen Funktionen wie der Lichtschalter dienen. Quelle: vicione
Hannover

Etwa um fünf Prozent pro Jahr steigen die Energiepreise für Verbraucher im langjährigen Mittel. Das heißt, rund alle zehn Jahre verdoppeln sich die Preise, und in der typischen 40-jährigen Nutzungsdauer eines Einfamilienhauses verzehnfachen sich die jährlichen Energiekosten. Das hessische Umweltministerium geht in einer Beispielrechnung von gut 150000 Euro Heizkosten für ein Einfamilienhaus über 25 Jahre aus. Schon mit heutiger Technik kann man sich von dieser Entwicklung aber abkoppeln, die Energie selbst erzeugen und bis zum Bedarf speichern.

W Warmwasserspeicher: Warmwassertanks mit 7000 bis 10000 Litern können genug Wärme speichern, um ein gut gedämmtes Haus über den Winter zu beheizen. Nur an besonders kalten Tagen muss zusätzlich geheizt werden. Etwa zwei Kubikmeter Holz reichen für ein Jahr. Der Speicher hat samt Isolierung einen Durchmesser von gut zwei Metern und ragt zwei Stockwerke hoch. Er wird mit einem Kran in der Rohbauphase direkt auf die Fundamentplatte gestellt. Geschlossene Kreisläufe sorgen dafür, dass kein Sauerstoff in den Speicher eindringt und Korrosion vermieden wird. Die Wärme an Heizung und Frischwasser wird mit Wärmetauschern abgegeben. Die Solartechnik inklusive Speichertank kostet etwa 30000 Euro, sagt Diplom-Ingenieur Michael Oppermann, Technischer Leiter bei der Lehrter Helma Eigenheimbau AG.

W Latentwärmespeicher: Etwa viermal kompakter als Warmwasserspeicher können Wärmespeicher auf Wachsbasis ausfallen. Außerdem müssen sie nicht aufrecht stehen. Damit eignen sie sich besonders für Nachrüstungen. Ausgenutzt wird hierbei der Effekt, dass Stoffe, die ihren Aggregatzustand wechseln, dabei besonders viel Energie aufnehmen oder abgeben. Mit speziell behandelten Wachsen lässt sich dieser Zustandswechsel bei beliebigen Temperaturen herbeiführen. Eine Zelle mit Wärmetauscher kostet nach Angaben der Powertank GmbH in Sonneberg (Thüringen) etwa 500 Euro und ersetzt 240 Liter Wasserspeicher. Nachteil: Die Langzeitspeichereigenschaften sind nicht so gut wie bei Wassertanks. Vorteil: Man ist nicht an die Tankkonstruktion gebunden.

W Strom speichern: Akkusammlungen in der Größe eines Doppelbettes können ein Einfamilienhaus mit Strom versorgen. Die Helma-Hausbauer haben dazu 58 Quadratmeter Photovoltaikpanel mit 8,2 kWp Leistung aufs Dach eines Musterhauses gesetzt, 24 Bleiakkus mit je zwei kW/h in eine drei Kubikmeter große, gedämmte und belüftete Edelstahlkiste neben das Haus gestellt und einen 9000 Liter großen Wassertank eingebaut. Auch im Dezember und Januar reichte so der Strom für ein Einfamilienhaus. Verwendet wurden normale Industrieakkus, wie sie auch Gabelstapler antreiben. Etwa 100000 Euro kostet diese Kombination aus solarer Elektro- und Wärmetechnik. Verkauft wurde das energieautarke Haus noch nicht, „aber wir wollten mal zeigen, dass es geht“, sagt Helmas Technischer Leiter. Wer eine kleine Lösung zum Nachrüsten sucht, erhält Akkulösungen von Herstellern unterbrechungsfreier Stromversorgungen (USV) oder von der Osnabrücker E3/DC GmbH.

www.helma.de

www.powertank.de

www.e3dc.com

www.acx-gmbh.de

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