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775 Jahre Hannover Freundeskreis bringt Menschen zusammen
Mehr Familie 775 Jahre Hannover Freundeskreis bringt Menschen zusammen
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15:33 27.05.2016
Matthias Görn (links) und Roger Cericius vom Freundeskreis-Vorstand haben jede Menge Ideen. Quelle: Steffen

Starke Stimme und unabhängige Plattform: Das Ziel des Freundeskreises Hannover ist es, die kulturelle Vielfalt sowie den Dialog zwischen Bürgern, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur zu fördern. Die Mitglieder knüpfen Verbindungen, unterstützen kulturelle Projekte, stärken das Selbstbewusstsein der Hannoveraner, üben Kritik und bauen Brücken zwischen Nationalitäten, Kulturen und Religionen. „Wir bringen Menschen zusammen – und das auf Augenhöhe und quer durch die Stadtgesellschaft“, sagt Geschäftsführerin Gil Koebberling.

Ob Sommerfeste, Bürgerbrunch oder Frühstückstreffen – der Verein organisiert etliche Veranstaltungen. Zum 775. Jubiläum veranstaltet er mit der Stadt ein Familienfest. Er zeigt bei wichtigen Ereignissen wie dem Schützenausmarsch Präsenz. Zudem verleiht er alljährlich den Stadtkulturpreis als Dank und Anerkennung für die Bereicherung der hannoverschen Stadtkultur und vergibt den Sonderpreis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement. Die Mitglieder besuchen Unternehmen, Hotels und Institutionen und treffen sich zu Ausflügen zu Kulturschaffenden in der Region. Vorträge und Diskussionen zu stadtrelevanten Themen stehen ebenfalls auf der Agenda.

Der Freundeskreis Hannover wurde am 8. Dezember 1988 als eingetragener Verein gegründet. Initiator war der damalige Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg, der die Bürger in die Planungen für das 750-jährige Bestehen Hannovers einbinden wollte. Der Freundeskreis war als Ideenschmiede gedacht, entwickelte sich aber schnell zu einer Art Bürgerinitiative. Mittlerweile zählt der Verein knapp 1500 Mitglieder.

Ein Familienfest zum jubiläum

Der Freundeskreis Hannover veranstaltet gemeinsam mit der Stadt am 26. Juni ein Familienfest rund um den Maschteich hinter dem Neuen Rathaus. Unter dem Titel „Lebendiges Hannover“ ist der Blick auf das moderne, lebenswerte und lebendige Hannover gerichtet. Vereine, Institutionen und Unternehmen beteiligen sich mit Aktionen. Das Fest beginnt um 13 Uhr, auf der Bühne präsentiert Kabarettist und Entertainer Desimo hannoversche Musiker – von Opus 112 über Musica Assoluta, Musica Alta Ripa, Vivid Voices, Milou & Flint bis hin zu Spax, Juliano Rossi, Mousse T., Lutz Krajenski und John William Berta.

„Geschätzter Ratgeber und Gesprächspartner“

Vorsitzender Roger Cericius über das Engagement und die Ziele des Vereins

Was ist für Sie das Besondere am Freundeskreis Hannover?

Er stellt eine beeindruckende Gemeinschaft von engagierten Menschen, Vereinen, Unternehmen und Institutionen mit der gemeinsamen Idee eines lebendigen ehrenamtlichen Engagements dar. Er ist ein Verstärker für die Interessen, Wünsche und Leidenschaften der Bürger. Gleichermaßen ist er Gesprächspartner und Ratgeber für die Stadt sowie regionale Interessenvertretungen. Das ist der besondere Wert eines vielseitigen und lebendigen Bürgervereins.

Wo sehen Sie derzeit dringenden Handlungsbedarf in der Stadt?

Handlungsbedarf hat eine Stadt immer, wenn sie Teil einer prosperierenden Entwicklung ist. Hannover hat in den vergangenen Jahren zentrale Impulse erfahren, um die uns viele andere Städte beneiden. Darunter einen umfassenden Stadtgestaltungsprozess und einen vielseitigen Diskussionsprozess in Sachen Stadtentwicklung unter Beteiligung der Bürger. Die Kreativ-Wirtschaft hat zudem das Image der Stadt mitgestaltet. Eine der Herausforderungen wird sein, die vielen Neuhannoveraner aktiv in die Stadtgesellschaft zu integrieren und als eine Bereicherung zu verstehen.

Welche Projekte planen Sie?

Der Freundeskreis Hannover ist aktuell an vielen Themen beteiligt – darunter die Special Olympics und das große Familienfest im Maschpark zum 775. Stadtjubiläum. Wir sind traditionell aktiv in der Förderung von Kultur- und Bildungsprojekten und zahlreichen Migrationsthemen. Außerdem wenden wir gerade den Blick nach innen und überprüfen unsere eigenen Strukturen.

Martina Steffen