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Aktuelles Kleine Helfer: Leichterer Alltag für Senioren
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05:00 20.05.2016
Für bessere Erreichbarkeit in alle Richtungen: Eine Greifzange wie diese von der BORT GmbH können Senioren im Alltag vielfältig verwenden (Preis auf Anfrage). Quelle: BORT GmbH
Bonn

Bücken, strecken und womöglich noch auf eine Leiter steigen: Vielen Senioren geht das nicht mehr so leicht von der Hand. Auch im Dunkeln vom Bett zur Toilette tapsen, muss nicht unbedingt sein. In solchen Situationen können kleine Helfer den Alltag erleichtern. Ein paar Beispiele:

Greifzange: Eine Art langer Stock aus Aluminium, der den Arm um rund 80 Zentimeter verlängert, macht vieles einfacher. An dem einen Ende befindet sich der Handgriff mit einer Taste, über die sich die Zange am anderen Ende steuern lässt. Die Greifzange erleichtert älteren Menschen nicht nur das Erreichen von hoch gestellten oder gelagerten Gegenständen. Auch das Greifen nach heruntergefallenen Sachen - zum Beispiel nach dem Schlüsselbund - ist so ohne Bücken möglich. "Vor einem Kauf sollte die Greifzange unbedingt im Fachgeschäft oder in einem Baumarkt von der Person, die sie künftig auch nutzen will, ausprobiert werden", rät Ursula Lenz von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) mit Sitz in Bonn.

Bewegungsmelder: Hilfreich - vor allem, wenn es um den Schutz vor Stürzen geht - kann auch ein Bewegungsmelder am Bett sein. "Über ihn schaltet sich das Licht in der Wohnung automatisch ein, wenn man nachts aufsteht und zum Beispiel zur Toilette muss", sagt Erhard Hackler von der Deutschen Seniorenliga in Bonn. So wird vermieden, dass man auf der Suche nach dem Lichtschalter im Dunkeln durch die Wohnung irrt und dabei möglicherweise auch noch schlaftrunken hinfällt.

Lupen: Da bei vielen mit zunehmendem Alter die Sehschärfe nachlässt, können Lupen bei Tätigkeiten wie Lesen, Handarbeiten, Heimwerken oder Basteln hilfreich sein. "Es gibt Lupen in verschiedenen Vergrößerungsstärken, teils auch mit Beleuchtung", sagt Hackler. Bei Sehbeeinträchtigungen sind auch Telefone oder Handys mit großen Tasten praktisch, wie Dominik Kimyon betont. Er ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Hannover.

Küchenhelfer: Für das Arbeiten in der Küche gibt es ebenfalls eine Vielzahl von Alltagshelfern. Wer etwa nur noch in einer der beiden Hände Kraft hat, aber dennoch Wurst, Käse oder Brot schneiden möchte, für den bieten sich etwa spezielle Schneidebretter an. Auf diesen Brettern befinden sich Klemmvorrichtungen, in denen beispielsweise auch ein Brotlaib eingespannt und dann geschnitten werden kann.

Matten und Griffe: Rutschfeste Matten im Bad können helfen, Stürzen vorzubeugen. "Bei glattem Bodenbelag sollte eine solche Matte auch vor dem Bett verlegt werden", empfiehlt Lenz. Haltegriffe erhöhen die Sicherheit zusätzlich: Um zum Beispiel problemlos von der Toilette wieder aufzustehen, können etwa links und rechts vom WC Sicherheitsgriffe angebracht werden. Viele dieser Griffe lassen sich gegen die Wand klappen, wenn sie nicht benötigt werden.

Elektrische Öffnungen: Auch mithilfe der Technik wird vieles müheloser. Zum Beispiel mit einfach nachrüstbaren elektrischen Tür- oder Fensteröffnern. "Dadurch lassen sich auch schwer zugängliche Fenster oder Türen bequem bedienen", betont Kimyon. Auch Rollläden können fürs Öffnen und Schließen mit Motoren nachgerüstet werden.

Fernbedienungen: Mit Fernbedienungen lassen sich nicht nur Fernsehen, Radio und Musikanalagen bequem von Weitem steuern. Auch für elektrisch betriebene Rollläden, Türen und Fenster gibt es Fernbedienungen. "Besonders praktisch sind Universalfernbedienungen, mit denen man mehrere Geräte steuern kann", erklärt Kimyon. Bei der Auswahl sollte man aber unbedingt auf eine übersichtliche und einfache Gestaltung mit großen und gut fühlbaren Bedientasten achten.

Aber egal, um welche Alltagshelfer es sich handelt: "Die Akzeptanz ist nicht so, wie es sich die Anbieter erhoffen", hat Lenz beobachtet. Ein Grund hierfür: "Viele kennen nicht die breite Palette wirklich sinnvoller Helfer für den Alltag, andere haben eine falsche Scham, diese zu benutzen oder möchten nicht wahrhaben, dass sie hilfsbedürftig sind."

dpa

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