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Gesundheit & Betreuung Ein Besuch beim Kinderarzt
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13:24 08.05.2012
Von Susanna Bauch
Thomas Buck nimmt sich für seine kleinen Patienten die Zeit. Quelle: Rainer Surrey
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Seine Patienten kommen aus der ganzen Region. „Allergien und Atemwegserkrankungen haben deutlich zugenommen“, sagt Buck. Vor allem im März sei eine Welle an Akuterkrankungen angerollt. „Das Kinderkrankenhaus auf der Bult und die Medizinische Hochschule sind voll.“

Souhaina und ihr kleiner Bruder Hischam kommen aus der Nachbarschaft. Die Geschwister stecken sich immer wieder gegenseitig an, auch der Vater hustet seit Wochen. Thomas Buck hört die Kleinen ab, schreibt etwas zum Inhalieren auf - und nimmt sich vor allem die Zeit, die Familie aufzuklären und die Behandlung zu besprechen. Gut gelaunt geht er von einem Sprechzimmer ins andere, ist liebevoll zu den Kindern und direkt zu den Eltern. Thomas Buck will nicht nur diagnostizieren. Er versucht auch, den Eltern alles so zu erläutern, dass sie sowohl Krankheitsbild als auch ärztliches Vorgehen verstehen.

Der Arzt betreibt seine Praxis seit zehn Jahren. In dieser Zeit hat sich einiges getan. „Es gibt kaum noch Impflücken“, betont der Pädiater. Früher seien viele Eltern den Impfungen gegenüber sehr skeptisch gewesen, mittlerweile sei das Vertrauen größer. „Die Impfstoffe haben sich aber auch entscheidend verbessert und damit die Nebenwirkungen“, sagt Buck. Fieberkrämpfe nach Impfungen seien sehr selten, die Stoffe einfach besser verträglich. „Es ist vor allem bei Allergiekindern wichtig, dass der Impfschutz besteht.“ Auch Eltern müssten geschützt sein. Keuchhusten sei auch im Erwachsenenalter sehr belastend - und ohne Schutz ansteckend.

Buck hält sich, wie die meisten seiner Kollegen, an Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Bei Allergien und Lungenkrankheiten gelte zudem: keine Katzen, keine Zigaretten. Auch Leitlinien zur richtigen Ernährung hat der Mediziner parat. Er übt mit Eltern und Kindern das richtige Inhalieren genauso wie das Schlucken von Medizin.

Die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, die ab dem dritten Lebensmonat in regelmäßigen Abständen erfolgen sollen, nehmen mittlerweile fast alle seiner Patienten gewissenhaft wahr. Dabei wird auch der Entwicklungsstand des Kindes dokumentiert. Gegebenenfalls könne so frühzeitig mit Logopädie oder Bewegungstherapien begonnen werden.

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