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23:01 08.06.2017
"So vielfältig, wie das Leben" - die Lebenshilfe Hannover setzt sich für ein aktives Miteinander ein. Quelle: Lebenshilfe Hannover
Hannover

"Teilhabe statt Ausgrenzen“ - unter diesem Motto setzt sich die Lebenshilfe für ein gelebtes, inklusives Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ein. Dazu gehört im ersten Schritt das gleichberechtigte Wohnen in der Gemeinschaft. „Denn Begegnung schafft Inklusion“, sagt Angelika Schwager, Projektleiterin bei der Lebenshilfe Hannover.

Immer mehr Menschen mit Beeinträchtigungen verspüren den Wunsch, selbst über ihre Wohnform entscheiden zu können. Neben der klassischen Wohnstätte mit Assistenzangeboten für alle Lebensbereiche besteht bei der Lebenshilfe Hannover auch die Möglichkeit, in der eigenen Wohnung zu leben.

Hilfe im Alltag: Der Mobile Unterstützungsdienst (MuDi) erleichtert ein selbstbestimmtes Leben. Quelle: MuDi

Dank der engagierten Unterstützung durch den Dienst des Ambulant betreuten Wohnens (AbW) der Lebenshilfe, werden die Bewohnerinnen und Bewohner mit Beeinträchtigung über die Möglichkeiten informiert und von fachkundigen Mitarbeitern bei der Realisierung eines selbstbestimmten Lebens unterstützt. Die Begleitung zu Ämtern oder das Erstellen eines Haushaltsplans gehört ebenso dazu, wie einfach nur ein offenes Ohr für Probleme zu haben.

Zudem werden Menschen mit Beeinträchtigung bei der Suche nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung unterstützt. Das kann auch ein Ehrenamt bei der Lebenshilfe sein: Das Teilhabezentrum „Normal in Linden“ in der Charlottenstraße bietet hier eine erste Anlaufstelle. „Wir können auch geben“, gibt Angelika Schwager zu bedenken. Denn etwas für andere oder die Allgemeinheit zu tun, ist auch für Menschen mit Behinderung eine sinnstiftende Aufgabe. Sie möchten nicht nur Hilfeempfänger sein, sondern sich aktiv ins Stadtteilleben einbringen - und so etwas zurückgeben.

Tanja Piepho