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Special Olympics Hartes Training macht ihm viel mehr Spaß
Mehr Familie Special Olympics Hartes Training macht ihm viel mehr Spaß
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23:48 01.06.2016
Judoka Hauke Buchhammer würde seinen großen Coup von 2014 gern wiederholen. Quelle: Werner
Hannover

Hauke Buchhammer feiert gern Siege - aber auch Niederlagen, wie er sagt. „Dabei sein ist alles, man kann nicht immer gewinnen“ , ist seine volle Überzeugung. Der 26-jährigen Judoka ist ein alter Hase, wenn es um Special Olympics geht. In diversen Landesturnieren hat er schon vordere Plätze belegt und bei den Nationalen Spielen in Düsseldorf 2014 den ganz großen Coup gelandet und die Goldmedaille gewonnen. Ein Erfolg, den er in Hannover gern wiederholen würde. Den notwendigen Ehrgeiz bringt er in jedem Fall mit. Aber selbst, wenn das nicht klappt, weiß der junge Mann, der in der Lebenshilfe Seelze im Bereich Industriemontage arbeitet, die besondere Atmosphäre der Special Olympics Hannover 2016 zu genießen. „Ich finde es toll, Menschen aus anderen Bundesländern kennenzulernen und dass jeder jeden unterstützt - auch Sportler aus anderen Sportarten. “ So feuern sich Fußballer und Judoka bei den jeweiligen Turnieren lautstark gegenseitig an. „Aber meistens nur die, die sich aus der Lebenshilfe kennen“ , erklärt der junge Mann.

Mit zehn Jahren kam Hauke Buchhammer durch eine Ferienpassaktion zum Judo. Und obwohl er zwischenzeitig „keine Lust mehr hatte“ und lieber Badminton spielte, kehrte er nach einiger Zeit doch wieder zum SC Budokwai Garbsen zurück. Dreimal pro Woche übt er Techniken und lernt neue Würfe dazu. Sein Ziel: sich vom gelb-orangen nach und nach bis zum braunen Gürtel vorzuarbeiten.

Die Voraussetzungen fürs Training scheinen dafür ideal, denn einmal pro Woche trainiert Hauke Buchhammer mit Judoka ohne Behinderung. „Das ist ein härteres Training und macht mir viel mehr Spaß, weil wir die Würfe viel intensiver üben“ Besonders vor Wettbewerben ist ihm das besonders wichtig. Da müssen die Techniken sitzen, und auch die Aufregung unmittelbar vor dem Duell lässt sich so ein bisschen eindämmen. „Durch das Aufwärmen beruhige ich mich. Ich gehe dann auch die Würfe, die ich machen will, im Kopf noch einmal durch“, erzählt er und wirkt dabei durchaus siegessicher.