Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aktuelles Kampf gegen Wucher: Bündnis nimmt Banken ins Visier
Mehr Finanzen Aktuelles Kampf gegen Wucher: Bündnis nimmt Banken ins Visier
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:02 11.01.2018
Überteuerte Preise und Wucherzinsen: Wer einmal in diese Spirale geraten ist, kommt nur selten ungeschoren aus der Kostenfalle heraus. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Anzeige
Leipzig

Ein Bündnis gegen Wucher will gegen überhöhte Kreditzinsen und sinnlose Zusatzversicherungen von Banken vorgehen. Immer wieder gerieten Verbraucher in ihrer finanziellen Not in die Schuldenfalle, hieß es zum Start des Bündnisses in Leipzig.

"Es geht um systematische Notlagen, verursacht von Banken", sagte Andrea Heyer von der Verbraucherzentrale Sachsen. Derzeit sind zwar lediglich die Verbraucherzentralen Sachsen und Hamburg sowie das Institut für Finanzdienstleistungen im Boot. "Wir wollen in der Zukunft aber rasch weitere Partner gewinnen, um flächendeckend tätig zu werden", betonte Heyer.

Vor allem die sogenannten Restschuldversicherungen sind den Verbraucherschützern ein Dorn im Auge. Diese ließen die Zinsen oftmals auf das Doppelte gegenüber des marktüblichen Wertes ansteigen. "Viele Betroffene sind psychisch stark belastet, weil sie die Raten nicht mehr aufbringen könnten", sagte der Direktor des Institutes für Finanzdienstleistungen, Dirk Ulbricht. Der Ausweg sei nicht selten die Verbraucherinsolvenz.

Das Bündnis forderte eine belastbare, objektive Statistik über Restschuldversicherungen sowie die Überprüfung der Kreditverträge. Zudem soll die Wucherrechtssprechung widerbelebt werden. "Letztendlich wollen wir aber, dass die Unternehmen verantwortungsvolle Produkte anbieten", sagte Heyer.

dpa

Verbraucher müssen es nicht mehr hinnehmen, wenn Händler für gängige Zahlarten eine Gebühr verlangen. Denn diese Praxis ist laut EU-Richtlinie nun untersagt. Wer dennoch mit Zusatzkosten konfrontiert wird, kann sich an eine Beschwerdestelle wenden.

11.01.2018

Vor Weihnachten fügte eine Tee-Firma das aus der Bitcoin-Technik bekannte Wort "Blockchain" ihrem Namen hinzu - und die Aktie ging durch die Decke. Jetzt reicht es, dass Kodak einen eigenen "Coin" erfindet, damit Investoren-Herzen höher schlagen.

11.01.2018

Per Smartphone lässt sich vieles erledigen: Nachrichten lesen und im Internet surfen etwa - und natürlich Telefonieren. Auch für das direkte Bezahlen von Waren und Dienstleistungen eignen sich viele moderne Telefone. Viel genutzt wird die Möglichkeit aber noch nicht.

10.01.2018
Anzeige