Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aktuelles Niedrigzinsen: Keine hohe Rendite ohne Risiko
Mehr Finanzen Aktuelles Niedrigzinsen: Keine hohe Rendite ohne Risiko
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:12 08.06.2016
Niedrigzinsen machen es schwer, eine Geldanlage mit hoher Rendite zu finden. Wer eine angeboten bekommt, sollte skeptisch sein. Foto: Andrea Warnecke
Bremen

Gerade in Zeiten der Niedrigzinsen sollten Sparer sich vor scheinbar verlockenden Anlage-Angeboten in Acht nehmen. Wird eine hohe Rendite versprochen, steckt dahinter in der Regel auch ein hohes Risiko.

"Unter Umständen können Anleger alles verlieren", warnt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen. Denn das magische Dreieck der Geldanlage besteht aus Risiko, Rendite und Liquidität - also Verfügbarkeit des Geldes. Anlegern sollte bewusst sein, dass dabei immer ein Aspekt überwiegt. "Sie können also nicht alles haben - eine hohe Rendite, ein geringes Risiko und die volle Flexibilität." Wer sicher und solide sein Geld anlegen will, sollte diese Tipps berücksichtigen:

Strategie: Es lohnt sich, wenn Sparer eine Anlagestrategie entwickeln, die zu den eigenen Zielen und der Risikoneigung passt. "Diese sollten sie dann mit Ausdauer verfolgen", rät die Verbraucherschützerin. Häufiges Umschichten im Depot verursacht meist nur zusätzliche Kosten. Wer es sich finanziell erlauben kann, sollte sein Geld langfristig anlegen - für lange Laufzeiten gibt es etwa bei Festgeldanlagen auch mehr Zinsen.

Streuung: "Anleger sollten niemals alles auf eine Karte setzen", rät Oelmann. Risiken muss man verteilen - also auf verschiedene Anlageprodukte, sowie unterschiedliche Märkte, Länder und Branchen setzen. Wer sein Geld an der Börse anlegen will, könnte Fonds nutzen.

Sicherheit: Finanzprodukte, die außerhalb der Börse gehandelt werden, sind meist riskant. Zumal sie in der Regel weniger strengen Gesetzen und keiner staatlichen Aufsicht unterliegen. "Das sollte Sparern bewusst sein", warnt sie.

Kosten: Wer sparen will, sollte auch seine Ausgaben im Blick behalten - die Kosten für das Depot, den Handel und die Vermittlung der Produkte sollte man gering halten. Beispielsweise mit einem passiv gemanagten weltweiten Indexfonds (ETF), empfiehlt Oelmann.

Stimmungen: "Privatanleger profitieren selten von kurzzeitigen Trends", sagt sie. So sollten sie auch nicht den Fehler machen, von Wertentwicklungen aus der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Professionelle "Abbruchjäger" sind die schwarzen Schafe auf Ebay. Sie steigern in Auktionen mit, um hinterher Schadenersatz einzuklagen. Mit dieser Masche kommen sie vor Gericht oft genug durch.

08.06.2016

Blinde benötigen Hilfsmittel, damit sie am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Zu diesem Zweck wird ihnen das Landesblindengeld ausgezahlt. Im verhandelten Fall verlangte die Krankenkasse von einem Rentner aufgrund des Blindengelds höhere Versicherungsbeiträge.

08.06.2016

Einen Testamentsvollstrecker darf der Erblasser selbst benennen. Das gilt auch dann, wenn es sich beim gewünschten Vollstrecker um den Notar handelt, der das Testament beurkundet hat. Allerdings muss der Erblasser dazu eine wichtige Regel beachten.

08.06.2016