Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Steuer Erben müssen womöglich Steuer für Verstorbenen machen
Mehr Finanzen Steuer Erben müssen womöglich Steuer für Verstorbenen machen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:01 13.04.2018
Für einen Verstorbenen muss unter Umständen eine letzte Steuererklärung gemacht werden. Quelle: Hans-Jürgen Wiedl
Anzeige
Berlin

Erben müssen für einen Verstorbenen unter Umständen eine letzte Steuererklärung einreichen. Und zwar dann, wenn dieser zwischen Jahresbeginn und Todestag noch steuerpflichtige Einkünfte hatte, die nicht bereits durch den Abzug von Lohn- oder Kapitalertragssteuer abgegolten sind.

Dabei gilt die übliche Abgabefrist für Einkommenssteuererklärungen, berichtet die Zeitschrift "Finanztest" in ihrem Sonderheft "Spezial Hinterbliebene". Fünf Monate nach Ende des Todesjahres sollte sie beim Finanzamt vorliegen. Ist der Erblasser 2017 gestorben, ist also der 31. Mai 2018 Stichtag.

Nach Angaben der Experten kann sich die freiwillige Abgabe einer Steuererklärung lohnen, falls der Verstorbene ausschließlich durch nichtselbstständige Arbeit Geld verdiente. Es könnte eine Erstattung winken, heißt es, da der monatliche Lohnsteuerabzug in der Regel zu hoch ausfalle. Für die Abgabe haben die Erben in dem Fall länger Zeit. Die Frist beträgt nach Ende des Todesjahres vier Jahre.

Bei mehreren Erben gilt: Mögliche Steuererstattungen werden entsprechend der Erbquoten aufgeteilt. Und weil Erben im Zuge der Gesamtrechtsnachfolge auch alle steuerlichen Rechte und Pflichten des Erblassers übernehmen, müssen sie ebenso für mögliche Nachzahlungen einstehen, die das Finanzamt einfordert.

Um alle nötigen Informationen für die Steuererklärung eines Verstorbenen zu bekommen, müssen Erben womöglich Auskünfte bei Banken, Krankenkassen oder dem Finanzamt einholen. Dafür müssen sie ihre Gesamtrechtsnachfolge belegen, zum Beispiel mit einem Erbschein. Das Finanzamt darf "Finanztest" zufolge auch Kopien alter Bescheide ausstellen. Wenn diese aber im Rahmen einer Ehegattenveranlagung, brauchen Erben dafür die Zustimmung des Witwers oder der Witwe.

dpa

Der Handel mit der digitalen Währung "Bitcoin" wird vom Gesetzgeber als Spekulation betrachtet. Deshalb können ab einem bestimmten Gewinn Steuern anfallen. Entscheidend dabei ist der Zeitraum zwischen Anschaffung und Verkauf.

11.04.2018

Bis Ende Mai sollten die Einkommensteuererklärungen für 2017 beim Finanzamt sein. Wer möchte, dass seine Erklärung so schnell wie möglich bearbeitet wird, kann das selbst beeinflussen. Doch worauf kommt es an?

10.04.2018

Ehepaare können Einkommenssteuererklärungen getrennt veranlagen. Das kann sich finanziell lohnen. Zum Beispiel dann, wenn einer der Partner eine Behinderung hat.

10.04.2018
Anzeige