Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aktuelles BGH-Vorgaben zu Patientenverfügungen erhöhen Beratungsbedarf
Mehr Gesundheit Aktuelles BGH-Vorgaben zu Patientenverfügungen erhöhen Beratungsbedarf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:24 12.01.2018
Weil der BGH genaue Details fordert, suchen viele die Hilfe einer Beratungsstelle, um eine Patientenverfügung zu verfassen. Quelle: Arno Burgi/dpa-Zentralbild
Anzeige
Dortmund

Neuerungen bei Patientenverfügungen und Pflegegraden haben im vergangenen Jahr so viel Beratungsbedarf bei Bürgern verursacht wie noch nie. Besonders die Nachfrage zu Patientenverfügungen und Vollmachten steigt weiter, wie die Deutsche Stiftung Patientenschutz mitteilte.

Anlass für den zunehmenden Beratungsbedarf sei die Aufforderung des Bundesgerichtshofes (BGH), klare und detaillierte Aussagen zu Patientenwünschen in Verfügungen zu äußern. Der Wunsch, in bestimmten Fällen zum Beispiel lebenserhaltende Geräte abzuschalten, reicht heute nicht mehr, damit sich Ärzte daran halten müssen. Hier seien genauere Details erforderlich, betonte der BGH.

Die Stiftung, die 2017 mehr als ein Drittel aller 33 000 Beratungen für Patientenverfügungen aufwendete, warnt davor, schlicht seinen Namen in einen Internetvordruck einzutragen. "Eine gute Beratung braucht 90 Minuten und lässt später noch Raum für Nachfragen und Bedenkzeit", erläuterte Stiftungsvorstand Eugen Brysch in Dortmund.

Bürger können unter anderem das

Servicetelefon der Stiftung für eine erste Beratung kostenlos nutzen. Intensivgespräche seien Mitgliedern sowie Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 4 und Menschen mit schwerer Demenz sowie deren Angehörigen vorbehalten.

dpa

Wie viele Patienten Cannabis auf Rezept bekommen würden, war beim Start des entsprechenden Gesetzes noch unklar. Jetzt steht fest: Es sind mehrere Tausend.

10.01.2018
Aktuelles Bin ich psychisch krank? - Wie empfindlich zu empfindlich ist

Psychische Störungen verstecken sich oft gut. Deshalb braucht es einen Experten, der einschätzt, was pathologisch ist und was nicht. Und selbst ein positiver Befund heißt nicht zwingend, dass eine Therapie nötig ist.

10.01.2018

Der Trend zu Vernetzung erfasst auch die Medizin: Kliniken und Gesundheitskonzerne testen neue digitale Methoden wie die Analyse von Patientendaten. Das soll Forschung und Behandlung verbessern. Doch wer schützt sensible Daten vor Missbrauch?

10.01.2018
Anzeige