Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aktuelles Gesundheitsmythos: Allergie durch zu viel Hygiene?
Mehr Gesundheit Aktuelles Gesundheitsmythos: Allergie durch zu viel Hygiene?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:08 01.06.2016
Neben der Hygiene sind Allergien auch auf Umweltfaktoren wie Pollen zurückzuführen. Quelle: Friso Gentsch
Anzeige
Berlin

"Ein bisschen Dreck hat noch keinem geschadet": Ein Spruch, den Eltern oft zu hören bekommen. Dahinter steckt die weit verbreitete Annahme, dass zu viel Hygiene Allergien auslöst.

Aber stimmt das eigentlich? "Das lässt sich mit einem klaren Jein beantworten", sagt Prof. Torsten Zuberbier, Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF).

Dafür spreche, dass Allergien in der westlichen Welt viel häufiger geworden sind, seit die Hygiene sich verbessert hat. Andererseits haben aber auch Kinder, die etwa auf einem Bauernhof aufwachsen, heute häufiger Allergien als früher, betont Zuberbier. Allergien seien demnach neben der Hygiene auch auf Umweltfaktoren wie Rußpartikel oder Pollen in der Luft zurückzuführen.

Es sei wichtig, das richtige Maß an Hygiene einzuhalten. Ständig mit Desinfektionsmitteln herumzusprühen, empfiehlt sich daher nicht. Sich bewusst Keimen auszusetzen, aber genauso wenig, sagt der Experte.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Herzerkrankungen machen sich auf verschiedene Weise bemerkbar. Das müssen nicht immer Schmerzen in der Brust sein. Oftmals trifft eine Vielzahl von Symptomen zu. Nur wer sie kennt, kann rechtzeitig reagieren.

01.06.2016

Wenn das Gebiss eigentlich längst komplett ist, bekommt manch einer noch zusätzliche Zähne in der hintersten Ecke: die Weisheitszähne. Manchmal machen sie Ärger und müssen raus - aber eben nicht immer.

01.06.2016

Die Experten sind sich einig: Die Zahl der Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind, nimmt zu. Wie könnte die Reaktion darauf aussehen? Einen einfachen Weg gibt es nicht.

31.05.2016
Anzeige