Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aktuelles Hochwasserhelfer: Anspruch auf Freistellung vom Job
Mehr Studium & Beruf Aktuelles Hochwasserhelfer: Anspruch auf Freistellung vom Job
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:12 02.06.2016
Helfer können im Katastrophenfall vom Job befreit werden. Quelle: Sven Hoppe
Anzeige
Heidelberg

Arbeitgeber müssen Mitarbeiter freistellen, die zum Beispiel bei Freiwilliger Feuerwehr oder

Technischem Hilfswerkorganisiert sind und nun beim Unwetter helfen. Den Lohn erhalten sie weiter.

Voraussetzung ist, dass die Kommune einen Noteinsatz angeordnet hat und die Organisationen, in denen der Mitarbeiter Mitglied ist, gefragt sind. Darauf weist Michael Eckert hin, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Mitglied im Vorstand des Deutschen Anwaltvereins. Außerdem müssen Arbeitnehmer zu der Einsatztruppe gehören, die nun gebraucht wird. Der Arbeitgeber kann sich das Geld für die Bezahlung anschließend unter Umständen vom Staat erstatten lassen.

Doch auch wer nicht in der Feuerwehr oder anderen Hilfseinrichtungen organisiert ist, hat unter Umständen einen Anspruch auf Freistellung vom Job bei Bezahlung. Das ergibt sich aus

Paragraf 616 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Voraussetzung dafür ist, dass Mitarbeiter unmittelbar vom Unwetter betroffen sind. Das ist der Fall, wenn ihnen selbst zum Beispiel das Haus mit Wasser gelaufen ist, aber auch wenn das bei Verwandten oder Nachbarn der Fall ist. Die Grenze für die bezahlte Freistellung wird bei rund einer Woche liegen, sagt Eckert.

In einigen Arbeitsverträgen ist die Anwendung von Paragraf 616 BGB allerdings ausgeschlossen. Ist das der Fall, bleibt Mitarbeitern nur, Urlaub einzureichen. Wer wegen des Unwetters der Arbeit fernbleiben muss, sollte auf jeden Fall den Arbeitgeber so früh wie möglich informieren, um Ärger oder Irritationen zu vermeiden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Vorgesetzte ist eine lahme Ente? Dann sollten sich Teams an die eigene Nase fassen. Denn zeigen sie ein hohes Engagement im Job, wirkt sich das laut einer neuen Studie auch auf die Arbeitshaltung des Vorgesetzten aus.

02.06.2016

Die ersten Wochen im neuen Job sind fast immer eine Achterbahnfahrt. In einem Moment läuft noch alles gut, dann ist wieder alles zuviel. Was aber, wenn das Gefühl von Überforderung überhaupt nicht weggeht? Eine Karriereexpertin erklärt, wie man am besten vorgeht.

01.06.2016

Keine Ausnahme mehr: Beschäftigte in Deutschland arbeiten häufig abends - so das Ergebnis einer neuen Studie. Sie zeigt auch, wie es um die Schicht- und Sonntagsarbeit bestellt ist.

31.05.2016
Anzeige