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Test der Woche Kaltschaum ist Latex längst überlegen
Mehr Verbraucher Test der Woche Kaltschaum ist Latex längst überlegen
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15:52 22.11.2010
Matratze in einem Labor. Stiftung Warentest hat zehn Kaltschaum- und fünf Latexmatratzen getestet. Quelle: Handout

Eine 140 Kilogramm schwere Walze rollt 60 000-mal über die Matratze: Dieser Tortur setzte die Stiftung Warentest zehn Kaltschaum- und fünf Latexmatratzen aus, in der Größe 90 mal 200 Zentimeter und im Preissegment bis 540 Euro. Die meisten haben die Dauerprüfung locker überstanden. Die Schlaraffia nicht: Qualitätsurteil ausreichend. Bei einem Preis von 400 Euro erwartet der Kunde, dass die Matratze die simulierte Nutzung, die acht bis zehn Jahre entspricht, auch aushält.

Das mit einem Gut beste Qualitätsurteil im Test haben die Badenia Trendline BT 310 für 350 Euro, die Diamona Formamed Classic für 450 Euro und die Hukla Studioline 100 für 500 Euro erzielt. Auch auf den meisten anderen Matratzen liegt es sich sowohl auf der Seite als auch auf dem Rücken gut. Nur befriedigend war in diesem Prüfpunkt das Ergebnis der Fey & Co Javis für 440 Euro: Die Kontaktfläche der Kaltschaummatratze ist zu groß. Das bedeutet, der Schlafende sinkt ein.

Auch bei den anderen getesteten Schlafunterlagen ist die Kontaktfläche ein Problem. Die wenigsten Matratzenbauer schaffen es, dass der Körper an jeder Stelle gut gestützt ist, der Schlafende sich aber noch gut bewegen kann. Noch am besten bekommt das im Test die Breckle My Dream für 249 Euro hin – dafür muss der Kunde bei ihr Einbußen in der Haltbarkeit hinnehmen. Besonders punktelastisch ist die Diamona Formamed Classic. Sie gibt nur dort nach, wo sie belastet wird und passt sich dem Körper eines Schlafenden recht genau an.

Schwierig für den Käufer ist es nach wie vor, bei all den vollmundigen Werbeversprechen der Anbieter die für ihn richtige Matratze zu finden. Die Badenia im Test soll eine „angenehme Massagewirkung“ haben. Die Warentester haben davon aber nichts gespürt. Alle getesteten Modelle verfügen über fünf bis sieben Zonen. In Wirklichkeit braucht der Körper aber nur drei Zonen, um richtig abgestützt zu sein. Wenig Verlass ist auf die Härteangaben der Hersteller. Nur selten stimmten sie mit der im Test tatsächlich gemessenen Härte überein.

Bei der Wahl des Matratzentyps kommt es vor allem auf die persönlichen Vorlieben an. Wem es schnell zu warm wird, der sollte sich besser eine Federkernmatratze kaufen. Durch die Hohlräume im Inneren kann der Schweiß besser entweichen. Sowohl Latex- als auch Kaltschaum ist die passende Unterlage für alle, die leicht frieren. Allerdings sind Matratzen aus Latex wesentlich schwerer und dadurch unhandlicher. Am schlechtesten schneidet bei der Handhabung die MFO Vita San Latex (350 Euro) ab. Wer auf Matratzenfang geht, sollte dringend Probeliegen. Am besten sollten Käufer die Matratze über mehrere Tage zu Hause testen – sofern der Händler dies einräumt.td

Der komplette Test ist im Novemberheft der Zeitschrift „Test“ nachzulesen.

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