Er ist 125 Tonnen schwer, ziemlich heiß, aus bestem deutschem Stahl. Er gilt als hundertprozentig sicher und trägt einen geschützten Markennamen. Doch niemand will ihn haben. Die Rede ist vom Castor.
Das Tempo ist erstaunlich: Das Wasser steht noch in den Häusern und auf den Feldern – und die Regierenden sind sich schon einig, wie viel das Aufräumen kostet. Rund acht Milliarden Euro wollen Bund und Länder für den Wiederaufbau in den Flutgebieten von Bayern bis Niedersachsen geben.
Für die FDP könnten die Zeiten kaum besser sein: Jürgen Trittin, der Lieblingsfeind der Liberalen, schikaniert seine Wähler mit der Ankündigung von Steuererhöhungen bei einem rot-grünen Wahlsieg. Die SPD stellt ein schwaches Regierungsteam zusammen, das bislang die Frage noch nicht beantworten konnte, was es wirklich besser kann.
In Berlin kursiert im Moment eine Postkarte mit dem Satz „Wir können alles. Außer ...“. Daneben prangen ein Fußball-, ein S-Bahn- und ein Flughafensymbol. Auch wenn der Hauptstadtklub bald wieder erstklassig spielt – der S-Bahn-Betrieb der Metropole bleibt provinziell, von der endlosen Pannenserie des „Fluchhafens“ BER ganz zu schweigen. Spötter meinen, die Postkartenreihe könne bald um ein Schlosssymbol ergänzt werden.
Man muss Edward Snowden danken. Der junge Amerikaner hat der Welt ein gut gehütetes Staatsgeheimnis verraten: Wenn irgendwo auf der Welt jemand einen US-Internetdienst nutzt, protokolliert Barack Obamas Militärgeheimdienst alles mit. Auch für Deutschland heißt das: Freund hört mit. Oder wie die Kalauerkönige unverdrossen im Internet texten: Yes, we scan.
Der eine Junge scheint allzu still zu sein. Der andere kann keine Minute still auf seinem Platz sitzen. Dessen Nachbarin wiederum hat die Augen nur an die Decke gerichtet. Es ist eine Momentaufnahme aus einer ganz normalen deutschen Grundschulklasse – und sie führt nicht nur oberflächliche Betrachter zu einer Frage: Sind die Kinder noch normal?
Kaum ein Kapitel unserer Geschichte wird heute noch so kontrovers diskutiert wie die Vertreibung der Deutschen bei Kriegsende. In Polen ist die Angst groß, der mächtige Nachbar Deutschland könnte vergessen, von wem die Gewalt damals ausging.
Stellen wir uns kurz vor, Sie läsen hier heute folgendes: „Herzlich willkommen in Ihrer Tageszeitung. Es ist heiß. Die Redaktion ist Eis essen. Wir drucken deshalb bis September die schönsten Texte aus früheren Ausgaben noch einmal. Bitte zahlen Sie trotzdem den üblichen Preis.“ Ein Leitartikel von Imre Grimm.
Sie möchten einen Leserbrief an die HAZ-Redaktion senden? Dann nutzen Sie unser Formular für Leserbriefe. Wir freuen uns über zahlreiche Zuschriften. mehr
Gertrud Steinbrück rührte ihren Mann zu Tränen - und ließ ihn so als emotionalen Menschen erscheinen. Ehepartner können in der Politik zur Geheimwaffe werden. Das ist auch bei Merkel und Obama so. mehr