Die US-Regierung hat bereits politische Schützenhilfe für die deutschen Opel-Pläne verweigert – nach diplomatischen Maßstäben mit ziemlich deutlichen Worten. Jetzt sind auch die europäischen Partner verschnupft. Dabei geht es um mehr als außenpolitisches Geplänkel. Abgesehen davon, dass die Chance zum gemeinsamen europäischen Auftritt vertan worden ist, werden die anderen Regierungen inzwischen eigene Pläne schmieden.
Mit der Festlegung auf Magna und der Ankündigung, die Garantien für die Kanadier allein zu stemmen, hat die Bundesregierung allen signalisiert: Es läuft so, wie wir wollen, notfalls im Alleingang. Schlimmstenfalls kann das allein gegen alle bedeuten und zur Niederlage führen. Dem deutschen Weg können weder die GM-Manager noch die Regierungen in Washington, London oder Madrid etwas abgewinnen. Warum sollten sie nicht abseits des großen Berliner Pokers im Stillen einen eigenen Weg für Opel suchen? Der Bundesregierung bliebe dann der Alleingang ins politische Nichts.
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