Navigation:
HAZ-Shop AboPlus HAZ Service
Kommentar

Arnold Petersen zur Bundeswehr


Es liegt in der Natur der Sache, dass der Bericht des Wehrbeauftragten negativ ausfällt. Anders kann es gar nicht sein. Denn wenn sich Soldaten an diese in anderen Armeen unbekannte Institution wenden, dann melden sie Missstände und Mängel. Trotzdem fällt der aktuelle Bericht nicht in die Kategorie „business as usual“.

Er lässt aufhorchen, gerade weil Hellmut Königshaus zum gleichen Befund kommt wie vor einem Jahr: Stimmung mies, Soldaten verunsichert. Mit anderen Worten: Es hat sich nichts oder kaum etwas zum Besseren verändert.

Für die Bundeswehr ist das alarmierend. Seit dem Wegfall der Wehrpflicht bekommt sie den Nachwuchs nicht mehr frei Haus. Sie konkurriert mit der Wirtschaft um die jungen Männer und Frauen. Berichte über hohe Belastungen, überdurchschnittliche Trennungs- und Scheidungsraten, eine miserable Vereinbarkeit von Beruf und Familie und immer mehr traumatisierte Einsatzrückkehrer sind alles andere als gute Werbung.

Die Bundeswehr ist eine Einsatzarmee. Das bedeutet Risiken und Härten. Wer sich zur Truppe meldet, weiß das. Umso erträglicher sollte der Kasernenalltag in der Heimat sein. Doch davon kann keine Rede sein. Die Bundeswehr muss ein besserer Arbeitgeber werden. Sie macht ihr Personal zu Pendlern und schert sich nur wenig um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière gilt als Aktivposten dieser Bundesregierung. Der Wehrbeauftragte kratzt an diesem Bild. Königshaus erwartet vom Minister, im Kampf um die knappen Finanzen entschiedener für die Truppe zu streiten. Der Poker um den Haushalt 2014 beginnt gerade. Nach diesen Einlassungen des Wehrbeauftragten dürfte de Maizière unter verschärfter Beobachtung seiner Soldaten stehen.

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

HAZ-Leserbriefe

Leserbriefe

Sie möchten einen Leserbrief an die HAZ-Redaktion senden? Dann nutzen Sie unser Formular für Leserbriefe. Wir freuen uns über zahlreiche Zuschriften.

Anzeige

Auf dem Laufenden: Laufblog

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.

Die beiden HAZ-Redakteure Norbert Fettback (links) und Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover".

96 – Nie mehr 2. Liga: Roter Blog

Alte Liebe: Die HAZ-Sportexperten Heiko Rehberg und Volker Wiedersheim schreiben gemeinsam am Roten Blog, also über Fußball im Allgemeinen, die 1. Bundesliga im Besonderen und Hannover 96 im ganz Besonderen.

Die HAZ-Sportexperten Heiko Rehberg und Volker Wiedersheim schreiben über Fußball im Allgemeinen und Hannover 96 im ganz Besonderen.

Eishockey-Hauptstadt Nummer 1: Eisblock

Björn Franz schreibt den Eisblock.

HAZ-Sportredakteur Björn Franz berichtet im „Eisblock“ über seine persönlichen Erlebnisse bei den Hannover Scorpions und dem EC Hannover Indians.

HAZ-Forum

Reden Sie mit: Diskutieren Sie im HAZ-Forum mit anderen Lesern – über die brandheißen Themen aus der Region oder die aktuelle politische Entwicklung in der weiten Welt.

Reden Sie mit: Diskutieren Sie im HAZ-Forum mit anderen Lesern – über die Themen aus der Region oder aktuelle politische Entwicklung.


Top