Die General-Motors-Tochter wollte das Vertrauen in ihre neuen Modelle fördern – und ging dabei doch zu blauäugig vor. Jetzt steht sie da wie ein amerikanischer Autohändler: viele Versprechungen, wenig Substanz.
Dabei ist die Idee aller Ehren wert. Den Autokäufer stört heute nichts so sehr wie die Betriebskosten seines Fahrzeugs. Das ist Kennzeichen einer schleichenden Ent-emotionalisierung des Produkts Automobil. Diverse Hersteller wuchern längst mit Rundum-sorglos-Paketen oder verlängerten Garantien und haben damit Erfolg. Bei Opel war es nach all den Querelen um Verkauf, Staatsgarantien und mehrere gebrochene Versprechen zudem angesagt, den Blick wieder auf die Produkte zu lenken.
Das ist gründlich danebengegangen. Allein die Abmahnung der Wettbewerbszentrale – mag sie nun vor Gericht Bestand haben oder nicht – reicht aus, um beim potenziellen Kunden den Eindruck zu hinterlassen, dass ihn hier jemand mit marktschreierischen Methoden auf seine Seite ziehen will. Das muss die Rüsselsheimer vor allem deshalb wurmen, weil ihre Produkte zuletzt tatsächlich besser geworden sind.
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