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Marcus Schwarze denkt über eine europäische Alternative zu Google und Co. nach

Kampf der Giganten


Die spektakuläre Vereinbarung zwischen Microsoft und Yahoo wird das Internet verändern - und das ist gut so.

Allzu lange hatte Google im weltweiten Suchmaschinenmarkt eine Monopolstellung. Jetzt bekommt das Unternehmen einen stärkeren Konkurrenten. Es dürfte den Erfindungsreichtum der Programmierer befeuern, wenn wieder ein stärkerer Wettbewerb zwischen Erst- und Zweitplatziertem im Suchmaschinenvergleich einkehrt. Der Deal von Microsoft und Yahoo dürfte nicht der letzte, sondern nur einer von vielen weiteren massiven Schlägen auf die Vormacht von Google sein.

Doch es gibt auch eine Schattenseite, die besonders die Europäer trifft. Hier hat der Verbraucher künftig eine Alternative weniger, wenn er im Internet nach Informationen sucht: Yahoo und Bing werden künftig identische Ergebnisse auswerfen.

Auch mag insgesamt das unschöne Gefühl nicht weichen, nur wenigen Giganten ausgeliefert zu sein. Dass nun ausgerechnet Microsoft, der Herrscher übers wichtigste Betriebssystem weltweit, der allmächtigen und allgegenwärtigen Suchmaschine Google Paroli bietet, ist eine Ironie der Geschichte. Microsoft selbst hatte einst sein Windows-Monopol dazu missbraucht, mit aller Macht den Internet-Explorer als Browser durchzusetzen und den damals stark verbreiteten Netscape-Navigator aus dem Netz zu vertreiben.

Erstaunlich ist, dass es noch keinem Dienst aus dem alten Kontinent gelungen ist, etwas mit Google Vergleichbares auf die Beine zu stellen. Aus Deutschland hatte allenfalls die Suchmaschine Metager von der Leibniz Universität Hannover kurzzeitig nennenswerte Marktanteile auf sich vereinigen können. Doch die großen Dienste und die weltweit erfolgreichen Innovationen stammen weiterhin aus den USA - sei es die kürzlich gestartete Statistiksuche bei Wolfram Alpha, die Suche im Live-Web bei Twitter oder die Entwicklung sozialer Netzwerke wie bei Facebook. Es wird Zeit, dass die Europäer dem etwas entgegensetzen.

msc

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