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Hannes Gamillscheg zum Bombenattentat

Keine Sicherheit


Nach dem Selbstmordanschlag von Stockholm fahndet die Polizei nun nach den Hintermännern, in Schweden wie in Großbritannien, wo der irakische Flüchtling zum islamistischen Fanatiker geworden sein dürfte. Noch ist nicht klar, ob der Attentäter Helfer hatte, die ihm beim Bombenbasteln und bei seinen Drohbotschaften beistanden. Doch klar ist, dass er nicht alleine war.

Einzeltäter gibt es nicht in der Hasswelt des Terrors. Selbst wenn Taimur Abdul­wahab die Anschläge selbst geplant und vorbereitet haben sollte, so hat er sich doch ideologischen Rückhalt in den radikalen Zellen geholt, die eine Religion für ihre widrigen Ziele missbrauchen. Dort sitzen die Drahtzieher, die naive Gläubige ins Verderben schicken. Der jüngste Terrorakt kostete „nur“ einen jungen Familienvater das eigene Leben. Er hätte Hunderte mit sich in den Tod reißen können.

Die Bekämpfung dieser Zellen ist schwierig in einer offenen Gesellschaft, die stets abwägen muss zwischen dem Schutz ihrer Bürger und dem Erhalt ihrer demokratischen Ideale. Dass Schwedens Sicherheitspolizei die Warnsignale nicht aufschnappte, die der Attentäter mit seinen extremistischen Facebook-Botschaften aussandte, kann man als Versagen deuten. Doch gegen zum Letzten bereite Täter gibt es keine absolute Sicherheit.

Bewundernswert gefasst hat das offizielle Schweden auf die Herausforderung reagiert, nur aus der äußersten rechten Ecke kamen die „Was haben wir gesagt?“-Kommentare, die man von dort erwarten konnte. Muslimische Organisationen reagierten mit Abscheu auf die Attentate. Der Willen zum Miteinander prägt Schweden auch nach der bisher schlimmsten Terrortat.

Hannes Gamillscheg

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