Deshalb dürfte es keine Überraschung sein, wenn die Bundesanwaltschaft heute eine lebenslange Haftstrafe fordert.
Fast zehn Monate lang hat der Prozess in Düsseldorf schon gedauert. Der Vorsitzende Richter hat in dieser Zeit mit großem Geschick viele Erkenntnisse und Informationen zutage gefördert. Nicht alle waren beiden Strafverfolgungsbehörden willkommen. Wer lässt sich schon gern in aller Öffentlichkeit Fehler nachweisen?
Die Angeklagten mögen zwar recht stümperhaft vorgegangen sein, als sie ihre Anschläge auf US-Einrichtungen vorbereiteten. Aber ihre Absichten und Ziele sprechen eine eindeutige Sprache. Sie wollten möglichst viele Menschen umbringen und hatten dafür ein ausgesprochen schäbiges Motiv: Hass auf die USA, der aus religiöser Verblendung entstanden war. Die Geständnisse, die die Männer abgelegt haben, haben dies bestätigt. Sie wollten als Terroristen zuschlagen, weil ihre Auftraggeber von der Dschihad-Union dies von ihnen verlangten. Deshalb kann es nach der Urteilsverkündigung keine Entwarnung geben. Von radikalisierten Islamisten geht auch in Deutschland weiterhin eine Gefahr aus, die von vielen unterschätzt wird.
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