Man wollte Technologie tauschen, Kapazität nutzen und verhindern, dass Volkswagen auf Abwege gerät. Zwischen Milliardenzockerei und Familienkrach geriet es etwas in Vergessenheit: Diese Verbindung hatte einmal eine industrielle Logik.
Diese Logik gilt immer noch, für Porsche stärker als für VW. Doch sie ist praktisch vom ersten Tag an in den Hintergrund gedrängt worden durch Porsches zunächst verstecktes Streben nach alleiniger Macht, durch Tricksereien, Hochmut und Unverständnis. Die Chance auf Partnerschaft war schnell verspielt.
Die Allmacht in Wolfsburg ist für Porsche nicht mehr zu haben. Die Stuttgarter können jetzt alles so lassen, wie es ist - dann bleiben sie VW-Mehrheitsaktionär, die industrielle Zusammenarbeit wird aber genauso mühsam bleiben wie bisher. Oder sie bringen ihre Automarke in den VW-Konzern ein und nutzen die Vorteile, die sie einmal anstrebten. Dann bliebe den beiden Familien wahrscheinlich immer noch die VW-Mehrheit, aber der Chef des Stuttgarter Porsche-Chefs säße in Wolfsburg. Der Gedanke scheint unerträglich zu sein.
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