Schon mehrere Konzerne mussten sich sogar mit dem Vorwurf auseinandersetzen, sie würden einige Produkte unterhalb des eigenen Einkaufspreises verkaufen. Gerade beweist der Preiskampf der Discounter, dass man hierzulande als Kunde in der Regel nicht davon ausgehen muss, über den Löffel balbiert zu werden.
Doch beim näheren Hinsehen gibt es in der Konsumgüterbranche durchaus Segmente, bei denen es mit der berühmten Marktmacht des Handels nicht weit her ist, weil ein oder wenige Anbieter den Markt beherrschen. Die Anteile so manchen Markenartiklers übersteigen in bestimmten Produktgruppen mit Leichtigkeit die 50-Prozent-Marke. Wer für sich die Mehrheit der Kunden erst einmal unentbehrlich beim täglichen Einkauf gemacht hat, dem kann auch der Handel nicht ohne weiteres mit Auslistung drohen.
Zunächst gilt die Unschuldsvermutung. Doch ist in bestimmten Produktgruppen nicht auszuschließen, dass einige Hersteller mit ihren Handelskunden Preisuntergrenzen ausgehandelt haben. Die Macht dazu hätten sie.
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