Damit unterscheidet sich der Schwede wohltuend von einem berühmteren Kollegen in der nahegelegenen Siemens-Zentrale, der bis heute keinen Makel an seinem Lebenswerk erkennen mag.
Dabei hat die Staatsanwaltschaft mit ihrem Bußgeld gerade bestätigt, dass die MAN-Schmiergeldaffäre bei weitem nicht die Dimensionen des Siemens-Skandals hat. Zudem setzte sich Samuelsson überzeugend für die Aufklärung ein. Doch klar ist auch, dass die Führung nicht ohne Fehler sein kann, wenn eine Etage tiefer dutzendfach gegen die Regeln verstoßen wird.
Für den Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch ist das eine glückliche Fügung. Er muss nach dieser Affäre reinen Tisch in München machen. Das entspricht seinem Naturell und es ist seine Aufgabe als oberster Unternehmenskontrolleur. Dass dabei mit Samuelsson ein ebenso geachteter wie kritischer Geist das Unternehmen verlassen hat, ist aus Piëchs Sicht mindestens ein hübscher Nebeneffekt. Zumindest an dem Schweden kann die ersehnte Lkw-Fusion nicht mehr scheitern.
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