Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
Alexander Dahl über die Probleme der Hypo Real Estate

Prinzip Hoffnung

Von

Natürlich, die Politik hat recht, grundsätzlich jedenfalls: Am Desaster der Bank HRE ist die Geschäftsführung schuld. Langfristige Investitionen wurden mit kurzfristigen Krediten abgesichert – nach dem Prinzip Hoffnung: Irgendwo auf der Welt wird doch wohl immer billiges Geld für das riskante Geschäftsmodell verfügbar sei. Dennoch muss sich die Politik fragen lassen, warum sie nicht bessere Aufsichtsmöglichkeiten geschaffen hat, um solche Entgleisungen zu verhindern.

Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, nahm gestern die hässliche Formulierung vom „Abschmelzen“ des Finanzplatzes Deutschland in den Mund. Zugleich war etwa Irland ein interessanter Platz geworden.

Der deutsche Staat, so scheint es, verlor irgendwann den Überblick. Experten der Deutschen Bank mussten Vertretern der staatlichen Bankenaufsicht behilflich sein, als es darum ging, in Irland das Chaos bei der dortigen HRE-Tochter zu prüfen – ein bitterer Befund. Mit den weltweiten Verflechtungen im Finanzgewerbe kamen nationale Ordnungshüter nicht mehr mit. Umso klarer liegen die politischen Konsequenzen auf der Hand: Es muss ein kompetentes und tatsächlich lückenloses internationales Aufsichtssystem geschaffen werden. Dies wird eine der zentralen Fragen sein, die den G-20-Gipfel im September in Pittsburgh (USA) beschäftigen.

Doch leider ist nicht nur dieses langfristige Vorhaben noch unerledigt. Auch die Frage, ob staatliche Milliardenbürgschaften doch noch fällig werden, bleibt offen. Schließlich ist die Gefahr, dass die HRE kollabiert, nicht vorbei.

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Meist gelesene Kommentare

HAZ-Leserbriefe

Leserbriefe

Sie möchten einen Leserbrief an die HAZ-Redaktion senden? Dann nutzen Sie unser Formular für Leserbriefe. Wir freuen uns über zahlreiche Zuschriften.

Anzeige

Auf dem Laufenden: Laufblog

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.

Die beiden HAZ-Redakteure Norbert Fettback (links) und Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover".

96 – Nie mehr 2. Liga: Roter Blog

Alte Liebe: Die HAZ-Sportexperten Heiko Rehberg und Volker Wiedersheim schreiben gemeinsam am Roten Blog, also über Fußball im Allgemeinen, die 1. Bundesliga im Besonderen und Hannover 96 im ganz Besonderen.

Die HAZ-Sportexperten Heiko Rehberg und Volker Wiedersheim schreiben über Fußball im Allgemeinen und Hannover 96 im ganz Besonderen.

Eishockey-Hauptstadt Nummer 1: Eisblock

Björn Franz schreibt den Eisblock.

HAZ-Sportredakteur Björn Franz berichtet im „Eisblock“ über seine persönlichen Erlebnisse bei den Hannover Scorpions und dem EC Hannover Indians.

HAZ-Forum

Reden Sie mit: Diskutieren Sie im HAZ-Forum mit anderen Lesern – über die brandheißen Themen aus der Region oder die aktuelle politische Entwicklung in der weiten Welt.

Reden Sie mit: Diskutieren Sie im HAZ-Forum mit anderen Lesern – über die Themen aus der Region oder aktuelle politische Entwicklung.



Top