Vor allem wollen die Piloten verhindern, dass ihre Arbeit an Kollegen aus dem immer größer werdenden Kreis neuer Lufthansa-Gesellschaften verlagert wird, die schon heute weniger Geld bekommen.
Der Lufthansa-Vorstand hingegen will in diesem Punkt gar nichts garantieren. Die Entscheidung, welche Arbeit im Konzern von wem an welchem Ort erledigt werden soll, will sich das Management vorbehalten. Gerade in der für die Branche schwierigen Phase schafft das den Spielraum, die Kosten dort zu senken, wo es möglich ist.
Allerdings muss die Lufthansa aufpassen, dass sie nicht zu viel spart. Schon jetzt bekommen Passagiere die Auswirkungen der Rotstiftpolitik zu spüren. Nur wenn die Qualität stimmt, sind die Passagiere auch bereit, einen gewissen Aufpreis zu zahlen. Ein Unternehmen mit den Strukturen der Lufthansa kann sich nicht am Kostenniveau von Billigfliegern orientieren, wie dies der neue Vizechef Christoph Franz angedeutet hat. Sie wird dabei verlieren.
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