Wenn es doch so einfach wäre, das „Monster der Finanzmärkte“ zu zähmen, das die Weltwirtschaft an den Abgrund geführt hat, sich aber selbst bester Gesundheit erfreut.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) fand heraus, dass Anleger Kreditversicherungen für griechische Anleihen über 85 Milliarden Dollar abgeschlossen haben – doppelt so viel wie vor einem Jahr. Von Experten werden die einschlägigen Papiere Credit Default Swaps (CDS) genannt. Das Verblüffende daran ist, dass man nicht einmal griechische Wertpapiere besitzen muss, um auf diese Weise gegen Griechenland zu wetten. Man kann die CDS-Papiere auch „nackt“ kaufen, ohne selbst dem griechischen Staat nur einen Euro geliehen zu haben. Der Gewinn ist um so höher, wenn die große Spekulation aufgeht. Verblüffend ist aber auch, dass es sich um denselben Typ von Papieren handelt, die am Anfang der Finanzkrise die IKB-Bank und Lehman Brothers ins Trudeln brachten.
Es hat nicht den Anschein, als ob die zahlreichen Entschließungen auf den G-20-Gipfeln zur Regulierung der Finanzmärkte bei den betroffenen Akteuren auch nur den geringsten Eindruck hinterlassen hätten.
icht der Hauch von Mäßigung ist zu spüren. „Wir müssen es schaffen, den Spekulanten das Handwerk zu legen, wenn es um Staaten geht“, sagte die Kanzlerin jetzt in kraftvollem Ton. Kraftvoll müssen Taten sein, nicht nur die Worte.
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